Spieglein , Spieglein an(gst) der Wand – Stress mich nicht

Spieglein , Spieglein an(gst) der Wand – Stress mich nicht

Nachdem ich in einem meiner letzten Artikel über den Sinn von Stress geschrieben habe und über die Möglichkeiten, mit diesen Situationen konstruktiv umzugehen, möchte ich das Thema heute einmal aus einer eher analytischen Perspektive betrachten und fragen: Wo liegen die Ursachen von Stress? Warum sind wir in der einen Situation gestresst, während uns andere Dinge kalt lassen? Was kann Stress über unsere Persönlichkeit aussagen?

Mit dem Begriff Stress bezeichnen wir andauernde oder sich häufig wiederholende Belastungen des menschlichen Organismus. Stress erzeugt körperliche Abwehrreaktionen, die hauptsächlich durch das Hormon Cortison gesteuert werden, mit dem Ziel, den Körper auf Flucht oder Kampf vorzubereiten. Wenn diese gesteigerte Leistungsfähigkeit aber nicht sinnvoll eingesetzt werden kann, führt Stress langfristig zu gesundheitlicher Schädigung.

Obwohl die ursprünglichen, archaischen Stressoren – Kälte, Hitze, Hunger, Krankheit, Jagd und Kampf – in der modernen Gesellschaft nur noch Nebenrollen spielen, ist uns Stress scheinbar ebenso gegenwärtig wie unseren Vorfahren. Obwohl wir uns gegen Kälte und Hitze schützen können, keinen Hunger leiden müssen, über eine gute medizinische Versorgung verfügen und nicht Gefahr laufen, vom Nachbarstamm erschlagen zu werden, scheinen wir ebenso stressempfindlich.

Die heutigen Auslöser von Stress sind selten existenziell. Sie basieren vorwiegend auf zivilisatorischen Einflüssen: gesellschaftliche Veränderungen, berufliche Überforderung, soziale Verpflichtungen und Mehrfachbelastung. Die Ursachen für unser Stressempfinden scheinen also nicht im direkten Zusammenhang mit dem objektiven Grad einer Belastungssituation liegen. Sie folgen vielmehr einem tiefer liegenden Muster, das wir schwer rational erfassen können.

Wie Stress über unsere Verhältnisse lebt

Vor 100 Jahren zeichnete sich Arbeit durch lange, meist körperlich anstrengende Beschäftigungen aus. Der Arbeitstag war lang, die Freizeit gering, aber die Tätigkeiten waren weniger anspruchsvoll als heute. Ein heutiger Arbeitsplatz lässt mehr Freizeit zu, ist selten körperlich anstrengend, stellt aber weit höhere Ansprüche an das Wissen, die Flexibilität und die Eigeninitiative des Arbeitnehmers: In allen Berufen und Branchen wachsen die beruflichen Anforderungen und damit der psychische Druck.

In vielen Branchen werden zunehmend universale Kompetenzen verlangt, die sowohl den hoch spezialisierten Fachmann als auch den vielseitigen Allrounder erfordern. So muss der kreative Designer heute programmieren können und der Schlosser am Fließband hat Maschinen und Roboter zu beherrschen.

Darüber hinaus wird der Arbeitsrhythmus kaum noch von natürlichen Arbeitsabläufen bestimmt, sondern hat sich an abstrakten Zielvorgaben zu orientieren, die, weil sie oft unrealistisch sind, zu einer weitgehenden Entfremdung von der eigentlichen Arbeit führen.

Der Arbeitnehmer ist immer häufiger angehalten, den Weg zu seinen Zielvorgaben selbst zu organisieren. Das erfordert über die eigentliche Handlungskompetenz hinaus auch eine gewisse Planungskompetenz, also die Fähigkeiten sich selbst einzuschätzen, Arbeitsabläufe zu strukturieren und Arbeitsprozesse zu steuern.

Das führt dazu, dass an Menschen mit einfacher Begabung kaum noch ein wirtschaftliches Interesse besteht. Verunsicherung, Hilflosigkeit und Pessimismus sind dann der Nährboden, in dem der Dauerstress gedeihen kann. Zumal heute ein Arbeitsplatz kaum sicherer ist als vor 100 Jahren.

Angst als Ursache von Stress

Psychologisch gesehen ist Stress also ursächlich mit dem Gefühl der Angst verbunden. Wer Stress empfindet, hat Angst: Angst nicht fertig zu werden, Angst zu spät zu kommen, Angst zu verlieren, Angst abgelehnt zu werden, Angst zu versagen. Und das Wesen der Angst ist es, kaum zwischen der Tragweite von Gefahren differenzieren zu können. Sie ist grundsätzlich eine blitzartige, gewaltige Reaktion unseres Stammhirns, primitiv, bedingungslos und unreflektiert.

Wir sind deshalb ständig bemüht, mit unserem Verstand Angstreaktionen zu relativieren und zu kontrollieren. Das führt oft dazu, dass wir unsere Ängste unterdrücken oder verdrängen, bis sie uns nicht mehr bewusst sind. Viele Menschen sind regelmäßig nervös, gestresst, unkonzentriert oder zeigen andere Angstreaktionen, behaupten aber felsenfest, keine Angst zu haben. Keine gute Voraussetzung, zu lernen, mit Angst und Stress besser umzugehen.

Nun ist Angst zunächst einmal nichts Negatives. Angst ist eines der nützlichsten Gefühle das wir “Säugetiere” kennen. Denn Angst hilft uns, im Straßenverkehr zu überleben, uns vor gefährlichen Situationen zu schützen, aus Fehlern zu lernen, uns zu noch besserer Leistung anzuspornen. Angst ist ein bedeutender Motivationsfaktor.

Gefährlich wird es erst, wenn Angst und Stress zum Dauerzustand werden, wir keine Ruhe, keinen Ausgleich mehr finden. Freude, Sicherheit, Erholung, Entspannung sind notwendige Gegenpole zum Kraftschöpfen und zum Regenerieren. Kommen diese zu kurz, führt die Angst zur einer dauernden Alarmsituation, die durch zusätzliche Gefahren oder Niederlagen in Panik umschlagen und zu einem emotionalen Zusammenbruch führen kann.

Wenn unser berufliches Umfeld uns immer weniger Sicherheit gibt und unsere Existenzängste zunehmen, dann liegt der Umgang mit Stress ausschließlich in unserer persönlichen Verantwortung. Dort, wo es keine Sicherheit mehr gibt, lastet aller Druck auf der persönlichen Einstellung und den Fähigkeiten des Einzelnen.

Emotionale Intelligenz – der Weg, sich selbst zu verstehen

Letztendlich bleiben uns im Umgang mit Angst und Stress immer nur zwei Möglichkeiten: Entweder der Angst machenden Situation zu entfliehen oder die Stresssituation zu nutzen, sich selbst besser zu verstehen und daran zu wachsen.

Die erste Möglichkeit erfordert ein mutiges eigenverantwortliches Entscheiden und Handeln, das einem Arbeitnehmer, der in zahllosen Abhängigkeiten lebt, nicht immer gegeben ist. Die zweite Möglichkeit setzt eine besonders selbstkritische Einstellung voraus und ist ein Trainingsfeld der Emotionalen Intelligenz:

Zunächst muss ich in der Lage sein, meine Stressreaktionen wahrzunehmen, eine klassische Übung zur Selbstwahrnehmung, wie sie Daniel Goleman und andere Autoren zur Emotionalen Intelligenz immer wieder empfehlen.

Im zweiten Schritt habe ich zu lernen, eventuell schädliche Flucht- oder Angriffsimpulse zu kontrollieren. Eine wichtige Trainingseinheit zur Selbststeuerung und Impulskontrolle.

Erst wenn mir das gelingt, kann ich beginnen, die bestehenden Ängste zu erkennen und deren Ursachen zu hinterfragen: Warum macht mich diese Situation ängstlich oder wütend? Was fürchte ich zu verlieren? Wovor habe ich Angst?

Dieser Prozess ist nicht einfach, weil er ein hohes Maß an Selbsterkenntnis erfordert. So fällt es gewöhnlich leichter, sich diese Fragen gemeinsam mit einem/r Partner/in, Freund/in oder Coach zu stellen, weil der vertrauensvolle Austausch und das Feedback helfen, die eigene Wahrnehmung und die eigenen Gefühle objektiver zu erkennen, treffender zu beschreiben.

Erst wenn ich die mich stressende Situation auf solche Weise realisiert und rationalisiert habe, kann ich mir die entscheidenden Fragen stellen: Wie kann ich die Situation entspannen? Was soll ich aus dieser Situation lernen? Wer oder was kann mir mehr Sicherheit geben?

So kann ich aus jeder Stresssituation einen Lernprozess entwickeln: Ich stärke meine Selbstwahrnehmung und meine Selbstdisziplin im Umgang mit meinen Gefühlen. Ich unterstütze meine Lernbereitschaft, um meine Leistungen zu verbessern. Ich entwickle meine Sozialkompetenz und mein Selbstbewusstsein, indem ich mir meiner Stärken bewusst werde und die Ursachen meiner Ängste verstehen lerne.

Angst und Stress – eine Frage der Persönlichkeit

Wenn wir unsere Mitmenschen beobachten, fällt auf, dass deren Leistungsbereitschaft, deren Belastungsfähigkeit und deren Stressverhalten sehr unterschiedlich ausgeprägt sind.

Da gibt es die jähzornigen, unabhängigen Charaktere, die sofort wütend werden, wenn sie fürchten, in ihren Entscheidungen und in ihrem freien Handeln eingeschränkt zu werden. Da gibt es die belastungsfähigen, stillen Typen, die ihre Ängste ständig unterdrücken und sich damit in ihrer Lebendigkeit reduzieren. Es gibt die emotionalen Wankelmütigen, die häufig zwischen Angst und großer Begeisterung schwanken. Und wir erleben Menschen, die hypernervös, ständig auf der Flucht zu sein scheinen.

Fritz Riemann beschreibt in seiner tiefenpsychologischen Studie “Grundformen der Angst” diese vier Charaktere als frühkindliche Prägungen, die ihre Angstmuster aufgrund von Erfahrungen und Erziehung bis ins hohe Alter leben. Auch wenn solche Typisierungen die Gefahr bergen, Menschen in Schubladen zu stecken oder zu verurteilen, so sind diese Typenmodelle immer auch eine Chance, sich selbst zu erkennen und an der eigenen Persönlichkeit zu arbeiten.

Stress und Ängste sind also eine Chance zur Entwicklung, wenn ich einsehe, dass Stress nichts Böses ist, was von außen auf mich einstürzt. Stress ist nichts anderes als das völlig subjektive Gefühl der Überforderung aufgrund ganz individueller Ängste. Für diese meine Prägung kann ich nichts, aber ich trage die Verantwortung, wie ich in meinem Leben damit umgehe.

Aus eigener Erfahrung und aus meiner Arbeit mit Menschen weiß ich, dass diese Angstmuster veränderbar sind und der Mensch entwicklungsfähig ist. Jeder kann sich seiner Ursprünge bewusst werden und seine Ängste bearbeiten. Indem er andere Fassetten seines Charakters entwickelt, kann er Ängste überwinden und zu einer vielseitigen Persönlichkeit reifen.

Wie Sie in einer leitenden Position mit Stress und Belastung umgehen können, lernen Sie special in der Space Coach Academy und deren Methoden – ebenso wie mit Alexander Maria Faßbender – also mir – PERSÖNLICH. Egal ob in einem Coaching , einem Training oder auch in einem Lehrgang.

UNfassbar – Warum – Tragödie – Schrecklich

UNfassbar – Warum – Tragödie – Schrecklich

Einen Menschen zu verlieren ist EXTREM schlimm, schrecklich und traurig. Man kann sich NICHT verabschieden – man weiß nicht warum und selbst wenn – begreift man es nicht , will es manchmal auch gar NICHT. Zu erfahren , dass ein Mensch in der unmittelbaren Nähe aus seinem persönlichen Umfeld gestorben ist – versetzt einen in eine Starre eine Ohnmacht macht einfach fassungslos.

Nichts ist mehr so wie es mal war oder wieder sein könnte. Der Mensch ist weg – ich kann ihm nichts mehr sagen – ich kann mich nicht mehr mit ihm treffen , ihm sagen wie gerne ich mit ihm zusammen bin. Was ich noch alles erleben wollte – wo ich noch alles mit ihm sein wollte.

Wenn du Wünsche oder Sehnsüchte desjenigen kennst, dann denkst du automatisch auch daran: Er wollte doch noch ….. Er hatte noch soviel vor…..

  • Ohnmacht
  • Nicht begreifen können oder wollen
  • Was mache ich JETZT nur?
  • Wie geht es JETZT weiter?
  • Resignation
  • Wut Ärger Frust
  • Traurigkeit
  • Schreikrämpfe
  • Drang zum Fortlaufen
  • Redebedarf oder lieber Schweigen

Das sind nur einige der Symptome – oder einer emotionalen Reaktion. Es sieht ja so aus , dass wirklich ein Mann dafür verantwortlich zu sein scheint für den Tod von weiteren 149 Menschen, die nicht sterben wollten.

“Begleitender Suizid”
Die Angehörigen werden sich noch mehr FRAGEN: Wieso? Warum? Welches Recht hatte er nur, so zu handeln?Wie konnte es soweit nur kommen? Hat denn niemand bemerkt was er vor hatte?

Derzeit weiß man es noch nicht und dennoch wird man sich genau der Situation stellen müssen. Es wir den Angehörigen nicht helfen. Bei denen geht es um Verarbeitung der ADHOCK Situation – dass ein lieber/geliebter Mensch aus ihrer Mitte gerissen wurde. Die angeblichen Schreie auf dem Voice Recorder “TUN” dabei ihr übriges.

Trauer – und Wut und Resignation werden hier wohl vorherrschend sein.Und die Kollegen/innen werden jede Menge Arbeit haben. Ich hoffe, dass man den Betroffenen auch die Zeit gibt – alles verarbeiten zu dürfen – Zeit der Trauer, der Wut , der Ohnmacht und des Abschiedes.

Dann gibt es noch die Eltern des ” Attentäters” – die zuerst auch dachten wieviele andere der Angehörigen WARUM passiert so etwas. Die Eltern werden sich jetzt noch mehr FRAGEN WARUM hat unser Sohn das gemacht? Wir verstehen es NICHT? Das haben wir nicht kommen sehen? Vielleicht fragt sich das auch die Lebensgefährtin?

SCHULD wird das entsprechende Thema der nächsten Wochen sein. Hätten wir es verhindern können und wenn JA – wie?

Das Thema “Schuld” wird auch ein Thema der Fluggesellschaften sein und bleiben. Welche Mechanismen hätte man ansetzen /einsetzen können um es vielleicht zu verhindern?

Für die Eltern hoffe ich wirklich, dass es irgendwann eine Möglichkeit gibt sich mit dem einen oder anderen Angehörigen aussprechen zu können – vielleicht sogar eine Art der “Vergebung” im Sinne von “Sie sind nicht SCHULD” geben wird.Sein Kind zu verlieren ist SCHRECKLICH , aber unter diesen Umständen zu wissen, dass das eigene Kind soviel Menschen auf sein Gewissen geladen hat, ist ein Drama.

Die Kollegen/innen die JETZT aktiv sind – drücke ich alle Daumen der Welt, dass Sie genügend Kraft besitzen werden diese schwer Aufgabe auch zu bewältigen.

Ich finde dieses schreckliches Ereignis hat “gezeigt” wie sehr wir Menschen solidarisch sein können, auch wenn dafür 150 Menschen sterben mussten. In der festen Überzeugung, dass wir etwas bewegen können wenn wir es wollen , wenn wir emotional betroffen sind und wenn der Einschlag sehr NAH ist, dann werden wir auch hier in Deutschland – AKTIV.Die Frage die auch bleibt ist die: Warum musste das geschehen damit wir uns ALLE solidarisch erklären – dass wir ALLE Trauer empfinden und die Betroffen sind?

Warum schreibe ich darüber? Auch ich trauere, verarbeite und es ist meine Art damit umzugehen. Zu zeigen was es mit mir macht und da ich weiß, dass ich in der Regel für einige den Puls der Zeit treffen werde – veröffentliche ich es auch hier. Ich bin ein mitfühlender Mensch, der jede Menge Empathie besitzt. Wenn ich NICHT darüber schreiben würde, dann wäre ich nicht ICH und ich möchte auch nicht schweigen – ich muss meiner Trauer – meiner Ohnmacht LUFT verschaffen.

Aufgrund meiner vielfältigen Erfahrung im Leben und in meinem Beruf weiß ich genau, dass die NAH Betroffenen die Bilder NIE vergessen werden und können. Aber vielleicht ein wenig die emotionale Nähe, die Bedeutung dessen was WIRKLICH ist. Die emotionale Nähe wird etwas weiter nach hinten rücken können, aber den Kloss im Hals, die Tränen dürfen bleiben – aber auch im Laufe der Zeit weniger werden. Wir durften ALLE bleiben , uns wurde weitere Lebenszeit geschenkt. Wir haben die Verpflichtung diese zu Nutzen. Die Erinnerung an den Tod und das Sterben ist immer auch mit dem Leben verbunden.AMF

 

Persönlicher Kommentar zum Netzverhalten:

Das Phänomen der TRAUER im Netzt aber auch der WUT – hat einen traurigeren Höhepunkt erreicht. Leider auch ein Höhepunkt von Unverständnis und Menschen die sich als Pietätlos und Geschmacklos herausstellen. Normalerweise sind diese ” Trolle” in den Griff zu bekommen – nur in diesem Falle sind es Menschen aus meiner Sicht die sich selber selbst am Tod andere SELBST Beweihräuchern. Ich empfehle in solchen Dinge einfach zu löschen – Personen zu entfernen/blockieren und nur bedingt darüber aufzuregen.

Ich weiß nicht mehr weiter …. Teil 1

Ich weiß nicht mehr weiter …. Teil 1

Es gibt Situationen im Leben, in denen sich das Gefühl von massiver Ohnmacht einstellt, gepaart mit einem „bescheidenen“ Gefühl im Bauchraum. Da fragt man sich: „Wie kann es überhaupt weiter gehen? Will ich überhaupt noch, das es weiter geht? Wenn es weiter geht, welche Qualität hat dann dieses Leben?“

Das Fatale an dieser Situation: Du bist selber betroffen. Du steckst in dieser misslichen Situation. Es ist nicht so, dass du einem guten Freund einfach nur einen Rat geben kannst, du musst dir selbst helfen.

Wenn ich in einer derartigen Situation feststecke, läuft in meinem Kopf eine Art Kopfkino ab und gehe in Bildern die verschiedenen Situationen durch. Ich versuche mich im Internet schlau zu machen oder bei Freunden oder Menschen, denen ich vertrauen kann oder darf. In der Psychologie nennt man das: Externe Referenzen einholen um seine interne Referenz zu stärken. Wobei es gar nicht so einfach ist, in dieser Situation der Ohnmacht einen relativen kühlen Kopf zu bewahren. Doch zurück zu den Bildern im Kopf: sie helfen mir dabei, die möglichen Situationen so zu erleben wie es sein könnte, mit allen Emotionen. Dabei stellt sich für mich dann schnell heraus, was ich will und was eben nicht.

Alles hat sein Zeit – auch die Ohnmacht und die Existenzangst. Die Unsicherheit, keine Existenz im herkömmlichen Sinn zu haben, nichts mehr zu besitzen ist – so meine Erfahrung – die mittlerweile schlimmste und häufigste Form im Coaching und in der Therapie. Es gibt mannigfaltige Unterarten von Existenzängsten, die jeder für sich und in seiner augenblicklichen Situation als bedrohlich und auch sehr nah empfindet.

Dabei treten manchmal sogar körperliche Symptome auf:

  • mangelnde Konzentration
  • wenig oder unregelmäßiger Schlaf
  • geringer Appetit
  • Antriebslosigkeit
  • Rückzug von Familie und Freunden
  • Kontaktarmut
  • leichte Panikattacken
  • Schweißausbrüche
  • Nervosität
  • manchmal auch erhöhter Alkohol- oder Nikotinverbrauch
  • bis hin zu Medikamentenmissbrauch.

Dieses Gefühl in einer Sackgasse zu sitzen ist – hart aber ehrlich formuliert – ein ziemlich beschissenes. Zu fühlen, dass man über einem Abgrund schwebt, ist kein schönes Gefühl. Das will niemand erleben. Wie glauben Sie geht es Menschen, die das in der Realität erleben und massiv unter diesem Gefühl leiden?

Um die Wahrheit zu sagen: Dieses Gefühl ist einfach nur schrecklich. Alleine dieses Wort „schrecklich“ macht es noch schlimmer. Beim Schreck steigt der Blutdruck, Adrenalin wird ausgeschüttet und so weiter und das Gefühl verstärkt sich. Das will keiner erleben – oder?

Die Alternative: Aushalten der Situation und dann so rasch als möglich raus aus diesem Stuck State, dieser festgefahrenen Situation. Nur das Aushalten zählt in diesem Moment. Zu spüren, was da mit einem passiert. Außerdem gilt es auch eine weitere wichtige Emotion zu verdauen: die Scham.

Wir schämen uns massiv für unsere Ängste. Damit entsteht ein Kreislauf, der es enorm schwierig macht, wieder heraus zu kommen. Und glauben Sie mir eines, es geht nicht nur den Menschen, die keinen Job haben oder am Rande des Gesellschaft leben, so. Es geht allen so, ohne Ausnahme. Es wird nur nicht darüber gesprochen, eben wegen der Scham. Daher ist es wichtig , dass Sie dieses Gefühl wirklich spüren und zulassen, auch wenn es im ersten Moment keinen Sinn macht und Sie sich bestimmt fragen: „warum soll ich das denn aushalten, dann wird es doch nur schlimmer!“ Ja und Nein – spüren Sie in dieses Gefühl hinein und schauen Sie, wohin es Sie führt. Schreiben Sie es auf und schauen Sie, welche Verknüpfungen es zwischen den einzelnen Gefühlen und dem was dahinter steht, gibt.

Vergebung

Vergebung

VERGEBUNG

Warum können Menschen anscheinend nicht vergeben? Wieso können so viele nicht vergeben?

Könnt IHR vergeben?

In Wikipedia steht folgendes: Er bezeichnet das Annehmen von bekundeter Reue sowie das Vergeben einer fremden Schuld.

Und weiter dann noch…..In den meisten Religionen spielt Vergebung eine wesentliche Rolle. Hierbei wird die Vergebungsbereitschaft unter den Menschen als Weg zur Konfliktlösung angesehen.

Die Psychotherapie beschreibt sogar folgendes: Demnach handelt es sich um intensive innere Selbstgespräche, die eine mentale Bewältigung des verletzenden Ereignisses ermöglichen. Tausch weist darauf hin, dass bereits eine „innere“ Vergebung ausreichend sein kann, vor allem wenn der andere nicht erreichbar ist oder eine Mitteilung unangemessen erscheint.

Pater Anselm Grün geht noch einen Schritt weiter und beschreibt wie folgt:Vergebung bedeutet allerdings den Aufwand erhöhter psychischer Energie, da diese vorerst einmal gegen vordergründige eigene Intentionen (wie z. B. Bestrafung des Täters bis hin zur Rache) gerichtet sein muss. Vergebung ist umso schwieriger, je mehr die psychische Freiheit durch psychische Fesseln eingeschränkt ist. Diese Fesseln zu erkennen und zu lösen kann für den Betroffenen außerordentlich schwierig sein und erfordert unter Umständen die Hilfe nicht Betroffener (z. B. Freunde oder andere Nahestehende bzw. professionelle Hilfe).

#Vergebung kann, aber muss nicht Vergessen bedeuten. Extreme Schädigungen, die schon aus historischen Gründen nicht vergessen werden sollen und können, können trotzdem vergeben werden. Dies erscheint wichtig zu wissen, da auch bei weniger extremen Schädigungen die Vorstellung, dass im Falle der Vergebung alles im Sinne von „unter den Tisch wischen“ vergessen werden muss, einer sinnvollen und beiden Teilen entlastenden Vergebung entgegensteht.

BANNERHOPE

  • Warum fällt es uns Menschen so schwer zu vergeben!
  • Geht es wirklich nur um Schuld?
  • Was ist wenn der SCHULDIGE feststeht?
  • Wenn ich bereue, was ich getan habe – aber Angst habe vor der möglichen Rache?
  • Gibt es ein RECHT auf VERGEBUNG – oder bin ich auf die GNADE der ANDEREN angewiesen? Kann man das Lernen zu vergeben?

Vergeben heisst nicht direkt und unbedingt zu VERGESSEN.So wie Pater Anselm Grün es beschreibt.

Und nochmals ich werde mich nicht als RICHTER aufspielen – gerade im Hinblick auf die weltpolitische Situation – das steht mir nichts zu. Aber ich bin ein Mensch und das was da so abgeht – darf so nicht weiter gehen.Die Parteien egal wo auf diesem Planeten müssen anfangen sich wieder zu  #VERTRAUEN und sie müssen darüber nachdenken was und wie  #VERGEBEN gelingen könnte.

Warum? Es geht um die Zukunft von unseren Kindern, von uns Menschen selber. Egoisten – Narzissten – haben aus meiner Sicht einfach mal die Klappe zu halten. Es geht um ein Miteinander. Im Planet der Affen – III der gerade angelaufen ist – sehen wir genau was passiert und es ist nur ein Film. Un das macht mir am meisten Sorge, dass solch ein Blockbuster – mit solch einer Botschaft – nicht verstanden wird.

Ein Zitat welches ich gefunden habe sagt folgendes: “Dass Menschen in Schuld geraten, ist schlimm; aber sich schuldig zu fühlen und nicht an Vergebung glauben zu können, – das ist die Hölle.”

Ich setze auf Vergebung für JEDEN und bei JEDEM.

Hauptsache SCHULDIG

Hauptsache SCHULDIG

Hauptsache Schuldig – über den Krieg und andere Unwegsamkeiten

Ich habe lange überlegt etwas dazu zu sagen oder gar eine Stellung zu beziehen – aber irgendwann ist einfach Schluss. Seit dem Absturz der Maschine in der Ukraine – reden alle darüber – wer ist eigentlich Schuld an dem Absturz?

Ich bin beeindruckt – wir reden hier über Schuld? Was haben die toten Passagiere davon? Die Angehörigen?

Da schiebt es einer auf den Anderen. Super und kommen wir damit weiter? Sichtbar anscheinend NICHT!
Also was bringt es bitte um über Schuld zu reden. Nehmen wir doch einmal an #Russland wäre SCHULD – geht es dann den Menschen in der Ukraine oder dem Westen besser? Werden Tote Menschen dadurch wieder lebendig? NEIN und nochmals NEIN. Und umgekehrt wohl auch nicht – wenn die Ukraine die Maschine abgeschossen hätte.

Und was ist mit #Israel und #Palästina – habt ihr beiden den Knall noch nicht gehört. Da schieben sich zwei Seiten seit Jahrzehnten den Ball zu und sagen der ist Schuld und der ist Schuld – und der hat das gemacht und der hat jenes gemacht. Und sterben deshalb weniger Menschen? NEIN – im Gegenteil. Und ich meine ganz klar beide Seiten müssen sich gleichermassen an die Nase fassen.

675960_web_R_B_by_Hohenester_pixelio.deEs geht nirgendwo um Schuld. Wer Schuld hat ist vollkommen egal! Es geht um Verantwortung – nicht um Rache oder Vergeltung. Es geht um das Leben selbst und um Verantwortung für das Leben und ein friedvolles Miteinander. Und an diese Nase müssen sich beide Parteien fassen und die Menschen die dahinter stehen – die das zu verantworten haben.

Wer besitzt soviel Verantwortung und Weitsicht, dass es endlich Aussicht auf Leben gibt – und das auf beiden Seiten. Nur das zählt – eine Seite alleine kann das gar nicht bewerkstelligen.Wer redet muss auch Taten folgen lassen. Nur wer redet kann auch ins Gespräch kommen.

Befindlichkeiten mag es auf beiden Seiten , aus unterschiedlichen Gründen geben – aber ist es ein Grund deshalb im Auftrag einer Regierung – einer religiösen Ansicht – eines Landes – Menschen zu ermorden. Aus meiner Sicht nicht.
Und wenn mir jetzt einer kommt und sagt: Aber der hat angefangen! Dann muss ich ganz ehrlich sagen – solche Politiker oder Würdenträger gehören zurück in den Kindergarten und brauchen neue Lehrer/Mentoren was auch immer.

#Verantwortung ist für mich das Zauberwort. Verantwortung für das Leben – für Andere – für die Menschheit – für ein friedliches Miteinander – dafür das ich Alt werden darf – dafür, dass ich friedlich durch einen Park gehen darf – dafür dass ich an einem Strand liegen kann und Urlaub machen darf – und ganz viele mehr noch.

Ich weiß nicht – wer das alles lesen wird oder auch nicht – wer das teilen wird oder auch nicht – und es gibt bestimmt schon ähnliche Texte – die vielleicht sich darüber Gedanken gemacht haben – ich habe noch keinen so gefunden. Es würde mich freuen wenn das hier viele lesen und auch weiterleiten – vielleicht sogar an die Stellen die es zu verantworten haben – und somit lesen und es vielleicht auch wirkt.

#AlexanderGeerst hat einen schönen Satz vor kurzen gesagt: Wenn jeder nur einmal in seinem Leben die Erde von oben gesehen hat – wie zerbrechlich diese Welt sein kann – wie einzigartig – der wird , der muss aufhören Kriege anzuzetteln oder Menschen zu ermorden.(Freie Übersetzung und Ergänzung)

Hört endlich auf mit der Zuweisung von #Schuld und fangt endlich damit an – nach Lösungen zu suchen. Hört auf damit euch in Befindlichkeiten zu denken, vor allen Dingen – stellt die EIGENEN Befindlichkeiten endlich ab und hört auf damit zu glauben ihr sprecht im Namen aller Menschen – oder eures Volkes.

 

Denn tatsächlich lassen Menschen ihr Leben für eure Befindlichkeiten – nicht ihr die ihr Entscheidungen trefft – steht an der vordersten Front – sondern andere Menschen mit denen ihr leider keine emotionalen Berührungspunkte habt. Diese Menschen glauben an Euch – daher gehen Sie in den Tod. Nur für was? Für was sterben diese Menschen? Für was sterben unschuldige Menschen?

Es muss endlich ein Ende nehmen – es muss eine Zukunft geben. Es gibt für alles eine Lösung – wenn alle Seiten es wollen und wenn alle Seiten sich einmal zusammensetzen und wirklich miteinander reden – und alles ausgekotzt wird – was die Seele belastet. Denn genau darum geht es doch – immer wieder geht es doch darum : Sie können nicht verstehen, wie das ist ……..die anderen immer nur die ANDEREN.

#Ukraine ,#Russland, #Israel, #Palästina ,und ganz viele andere Krisenherde auch noch … ganz egal – hört endlich auf und setzt EUCH an einen Tisch oder was auch immer – tragt endlich #Verantwortung für das Leben der Menschen , eures Volkes.

Das ist mein persönlicher Appell an die Entscheider und meine ganz persönliche Meinung und JA da steckt ganz viel von meinem Beruf drin und NEIN ich will damit niemanden gefallen – sondern einfach meine Meinung KUND tun.

#Alexandermariafassbender ,#coach#coaching ,#wahrnehmung

Vom All zum Alltag – Space Coaching für Führungskräfte

Vom All zum Alltag – Space Coaching für Führungskräfte

Im Rahmen der Entwicklung des Space Coaching Programmes und der Arbeit mit den ersten Astronauten stellte Alexander Maria Faßbender fest, dass das von ihm entwickelte Space Coaching auch für die „am Boden Gebliebenen“ relevant ist. Denn oft steht man im beruflichen Umfeld immer wieder vor der Herausforderung, rasch und effizient Entscheidungen treffen zu müssen, in Extremsituationen sachlich zu reagieren sowie mit existenziellen Druck und der Angst vor Versagen umzugehen.

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