Selbst-ENT-Faltung – Entkoppelung

Selbst-ENT-Faltung – Entkoppelung

Entkoppelung von den Eltern schafft mehr Liebe und eine glückliche Partnerschaft

Wir Menschen haben zwei große Bestrebungen: Wir wollen geliebt werden, ja geradezu verschmelzen mit anderen geliebten Menschen – in der vollkommenen Sicherheit, dass sie uns niemals verlassen. Gleichzeitig wollen wir unabhängige Individuen bleiben mit dem großen Ziel unserer Selbst-Entfaltung. Dabei konkurrieren wir mit allen anderen um Anerkennung und um einen guten Platz in der Gemeinschaft. Denn auch die anderen wollen ihre Bedürfnisse möglichst umfangreich von uns befriedigt bekommen. Immer sind wir also gleichzeitig Individuum und Teil einer Gruppe.

Für unser Überleben ist daher folgender Antagonismus notwendig:
Der Zusammenhalt der Gruppe genauso wie das Streben des Einzelnen gewährleisten den Erhalt des Lebens. Sowohl die Befriedigung unserer Bedürfnisse durch andere, ihre Zuwendung und Aufmerksamkeit, als auch das Gefühl etwas zu können, eigene Ideen zu verwirklichen, unabhängig und stark zu sein, befriedigt unser Selbstwertgefühl. Aus diesem Widerspruch von Anziehung und Konkurrenz, Sehnsucht und Abhängigkeit, Liebe und Frust, Nähe und Distanz entstehen alle unsere sozialen Konflikte in Partnerschaften, Familien oder Arbeitsgemeinschaften. Denn nur selten haben wir in unserer Kindheit das richtige Gleichgewicht zwischen Narzissmus und Altruismus gelernt. Da in jeder Gemeinschaft, jeder Beziehung der Konflikt zwischen den eigenen Sehnsüchten und denen des Partners neu verhandelt wird, hat man auch in jeder Beziehung die Möglichkeit zu reifen. Doch besonders Liebesbeziehungen sind ein Katalysator bei der Persönlichkeitsentwicklung. Darum behindert uns nichts so sehr, wie eine destruktive Partnerschaft. Sicher ist nur eines: Wir suchen uns immer einen Partner auf dem gleichen Reifestand. Und: Beide Partner können sich nur zusammen entwickeln.

Schreien & Weinen hilft immer!
Woher kommt das alles? Gehen wir einmal alle zurück zu dem Zeitpunkt vor unserer Geburt: wir waren geschützt, sicher, es mangelte uns an nichts. Doch irgendwann müssen wir aus dieser Sicherheit heraus und ins Leben eintreten. Als Säuglinge schreien und weinen wir, wenn wir etwas nicht bekommen oder nicht verstehen, weil wir es noch nicht können. Wir schreien und weinen uns die sprichwörtliche Seele aus dem Leib. Die ausschließliche Wahrnehmung der eigenen Bedürfnisse und ihre totale Befriedigung erfährt eine erste Sozialisierung: Wir lernen, dass es da ein Gegenüber gibt, von dem wir abhängig sind, mit dem wir Kontakt aufnehmen müssen, um das zu bekommen was wir wollen.

Wechselbad von Nähe und Eigenständigkeit
Wir lernen hier also schon sehr früh, dass wir etwas bekommen wollen, was andere uns geben können ohne wirklich zu wissen ob wir das anderen überhaupt benötigen. Es gibt also – nach der ersten Phase der totalen Verschmelzung und umfassenden Bedürfnisbefriedigung – plötzlich etwas wie ein „Ich-Selbst“ und ein „Du“. Je mehr das Ich-Selbst heran wächst, etwas „eigenes“ wird, sich seinen „eigenen Raum“ nimmt und verteidigt, laufen lernt, die Welt entdeckt und selbstständig wird, um so mehr trennt es sich von dem anderen.

Es braucht sie aber immer noch (lebensnotwendig) und behält deshalb zu ihr weiterhin eine sehr starke emotionale Bindung. So schleichen sich die Gegenpole von Verschmelzung und Unabhängigkeit, Bindung und Selbst-Ständigkeit in unser Leben. Die Art und Weise, wie diese Abtrennung vom Mutterleib bzw. den Eltern verläuft – und es gibt unendlich viele kleine und große Konflikte in ihrem Verlauf – bestimmt den Rest unseres Lebens und unsern Umgang mit Nähe und Eigenständigkeit.

Wer Angst lernt, lernt nicht automatisch mit der Angst zu leben
Ein Kind braucht neben seinem eigenen Willen und seiner Entdeckerlust das Gefühl der Akzeptanz und des „Zurückkommenkönnens“. Je früher hierbei angstintensive Erfahrungen stattfinden, umso weniger kann diese Angst verarbeitet werden und umso größer sind die schädlichen Spuren, die sie in der Psyche hinterlässt.
Kinder können nicht weg, sie können ihre Eltern nicht verlassen, denn sie brauchen sie zum Überleben. Deshalb lieben Kinder ihre Eltern, egal wie schlecht sich diese verhalten und egal wie frustriert die Kinder trotz all ihrer Liebe dadurch sind. Wenn die Eltern die naturgegebene Abhängigkeit ihres Kindes missbrauchen, um ihr eigens schwaches Selbstwertgefühl zu stärken, wird dem Kind eine kompensierende Rolle zugewiesen, es wird nicht als eigenständiger Mensch wahrgenommen, der seinen Weg ins Leben finden soll. Was ich fühle, was ich bin, ist nicht gut und darf nicht (so) sein“ Wenn die Eltern an ihrem Kind Machtansprüche und Aggressionen ausleben oder ihm vermitteln, das es ihnen etwas weg nimmt, ihr Leben unangenehm einschränkt, hinterlässt das viel Frust und gravierende Störungen im Selbstwertgefühl und in der Persönlichkeitsentwicklung des Kindes. Das Gefühl „was ich fühle, was ich bin, ist nicht gut und darf nicht (so) sein“ wird zur Grundlage der Selbstwahrnehmung und führt automatisch dazu, diesen „Mangel“ auszugleichen. Im Idealfall entwickeln wir unsere Selbst-Ständigkeit mit Urvertrauen und starten mit einer unterstützenden Liebe in die zu erobernde Welt. Unsere Gefühle müssen unseren Eltern eine liebevolle Beachtung wert sein, damit unser Selbst Realität werden kann: Die Reaktion der Eltern auf ihr Kind manifestiert sich in seinem Selbstbild. Verhalten sich Mutter und Vater nicht liebevoll, ohne „Glanz in den Augen“, uninteressiert, aggressiv, schuldzuweisend oder überängstlich und klammernd, kann das Kind kein gesundes Selbstbild entwickeln.

Angst und Verlust vor der Liebe
Es entsteht Angst vor dem Verlust der Liebe und der schützenden Zuwendung oder Angst vor den Gefahren der Eigenständigkeit. Diese Angst erzeugt die Probleme in jeder weiteren Liebesbeziehung des beginnenden Lebens: Ein unsicher gebundenes Kind lernt nicht mit Unterstützung seiner Bezugspersonen seine Gefühle zu regulieren. Das nämlich lernen Kindern und auch Erwachsene erst durch Erleben, durch einfaches, unbeschwertes kennenlernen. Durch den ständigen Frust kommt es zu keiner gesunden Frustrationstoleranz und Enttäuschungen können immer schlechter verkraftet werden: Das Kind ist von den ständigen Gefühlskonflikten überfordert, sein kindlicher Narzissmus kann nicht zu einem gesunden sozialen Verhalten heranreifen. Es wird übermäßig aggressiv, egoman oder völlig eingeschüchtert. Kinder leiden nicht nur, wenn sie geschlagen und misshandelt werden. Viel häufiger findet eine viel subtilere, eine ganz leise und permanente Abwertung der eigenen Rechte statt.

Als Kinder versuchen wir dieser Ohnmacht zu entgehen und entwickeln Verhaltensweisen, von denen wir (in unserer Naivität) annehmen, sie hätten einen positiven Einfluss auf unser Ansehen in der Familie, auf die herrschenden Probleme und somit auf unser eigenes Wohl. Diese Verhaltensmuster nehmen wir später mit hinaus in die Welt. Es sind Strategien, die uns im Umfeld unserer Kindheit einen Vorteil gebracht haben, aber in der Realität doch nur unreife Lösungsversuche waren, um mit den belastenden Ambivalenzen unserer Gefühle umzugehen. Verläuft der Individuierungsprozess nicht wohlwollend, wird Liebe und Bindung mit starken negativen Gefühlen vergemischt und es fehlt uns später die Fähigkeit zwischen unseren Bindungsbedürfnissen und unserer Eigenständigkeit abzuwägen. Das hat schwerwiegende Folgen für unser Leben und alle unsere Beziehungen. Jeder, der uns zu nahe kommt, bedroht unsere Autonomie und jeder der uns zurückweist, treibt uns in die Angst vor dem Verlust der lebensnotwendigen Liebe, die gleichzeitig wieder die Angst vor Abhängigkeit und mangelnder Eigenständigkeit birgt.

Umgekehrt kann eine sichere, liebevolle Bindung an die Eltern selbst gegen ungünstige Erbanlagen Widerstandskraft verleihen. Und je mehr wir gesunde Sicherheit im Zusammenhang mit sich entwickelnder Selbstständigkeit erfahren umso stärker ist das Gefühl der „Selbst-Richtigkeit“, das sich daraus entwickelt. Während des Prozesses der „Selbst-Werdung“ und Abtrennung orientieren wir uns nicht nur an unseren Eltern: Wir internalisieren sie, nehmen sie als unsere Vorbilder in unser Selbstbild auf, zeichnen aus ihren Werten unser Selbstverständnis und unsere Weltsicht. So schaffen wir es – mit ihnen in uns – uns von ihnen nach und nach abzutrennen. Wir integrieren unsere Eltern in unsere sich entwickelnde Persönlichkeit – und wundern uns dann später darüber, dass wir ihnen so ähnlich geworden sind.

Ich weiß nicht mehr weiter …. Teil 1

Ich weiß nicht mehr weiter …. Teil 1

Es gibt Situationen im Leben, in denen sich das Gefühl von massiver Ohnmacht einstellt, gepaart mit einem „bescheidenen“ Gefühl im Bauchraum. Da fragt man sich: „Wie kann es überhaupt weiter gehen? Will ich überhaupt noch, das es weiter geht? Wenn es weiter geht, welche Qualität hat dann dieses Leben?“

Das Fatale an dieser Situation: Du bist selber betroffen. Du steckst in dieser misslichen Situation. Es ist nicht so, dass du einem guten Freund einfach nur einen Rat geben kannst, du musst dir selbst helfen.

Wenn ich in einer derartigen Situation feststecke, läuft in meinem Kopf eine Art Kopfkino ab und gehe in Bildern die verschiedenen Situationen durch. Ich versuche mich im Internet schlau zu machen oder bei Freunden oder Menschen, denen ich vertrauen kann oder darf. In der Psychologie nennt man das: Externe Referenzen einholen um seine interne Referenz zu stärken. Wobei es gar nicht so einfach ist, in dieser Situation der Ohnmacht einen relativen kühlen Kopf zu bewahren. Doch zurück zu den Bildern im Kopf: sie helfen mir dabei, die möglichen Situationen so zu erleben wie es sein könnte, mit allen Emotionen. Dabei stellt sich für mich dann schnell heraus, was ich will und was eben nicht.

Alles hat sein Zeit – auch die Ohnmacht und die Existenzangst. Die Unsicherheit, keine Existenz im herkömmlichen Sinn zu haben, nichts mehr zu besitzen ist – so meine Erfahrung – die mittlerweile schlimmste und häufigste Form im Coaching und in der Therapie. Es gibt mannigfaltige Unterarten von Existenzängsten, die jeder für sich und in seiner augenblicklichen Situation als bedrohlich und auch sehr nah empfindet.

Dabei treten manchmal sogar körperliche Symptome auf:

  • mangelnde Konzentration
  • wenig oder unregelmäßiger Schlaf
  • geringer Appetit
  • Antriebslosigkeit
  • Rückzug von Familie und Freunden
  • Kontaktarmut
  • leichte Panikattacken
  • Schweißausbrüche
  • Nervosität
  • manchmal auch erhöhter Alkohol- oder Nikotinverbrauch
  • bis hin zu Medikamentenmissbrauch.

Dieses Gefühl in einer Sackgasse zu sitzen ist – hart aber ehrlich formuliert – ein ziemlich beschissenes. Zu fühlen, dass man über einem Abgrund schwebt, ist kein schönes Gefühl. Das will niemand erleben. Wie glauben Sie geht es Menschen, die das in der Realität erleben und massiv unter diesem Gefühl leiden?

Um die Wahrheit zu sagen: Dieses Gefühl ist einfach nur schrecklich. Alleine dieses Wort „schrecklich“ macht es noch schlimmer. Beim Schreck steigt der Blutdruck, Adrenalin wird ausgeschüttet und so weiter und das Gefühl verstärkt sich. Das will keiner erleben – oder?

Die Alternative: Aushalten der Situation und dann so rasch als möglich raus aus diesem Stuck State, dieser festgefahrenen Situation. Nur das Aushalten zählt in diesem Moment. Zu spüren, was da mit einem passiert. Außerdem gilt es auch eine weitere wichtige Emotion zu verdauen: die Scham.

Wir schämen uns massiv für unsere Ängste. Damit entsteht ein Kreislauf, der es enorm schwierig macht, wieder heraus zu kommen. Und glauben Sie mir eines, es geht nicht nur den Menschen, die keinen Job haben oder am Rande des Gesellschaft leben, so. Es geht allen so, ohne Ausnahme. Es wird nur nicht darüber gesprochen, eben wegen der Scham. Daher ist es wichtig , dass Sie dieses Gefühl wirklich spüren und zulassen, auch wenn es im ersten Moment keinen Sinn macht und Sie sich bestimmt fragen: „warum soll ich das denn aushalten, dann wird es doch nur schlimmer!“ Ja und Nein – spüren Sie in dieses Gefühl hinein und schauen Sie, wohin es Sie führt. Schreiben Sie es auf und schauen Sie, welche Verknüpfungen es zwischen den einzelnen Gefühlen und dem was dahinter steht, gibt.

Sei einfach ein Ego ist – Satzzeichen sind keine Lösung

Sei einfach ein Ego ist – Satzzeichen sind keine Lösung

Egoist!Ego ist ….

Schon mal gehört? Wer ist schon gerne ein Egoist?
Oder ist es besser einer zu sein?
Warum es manchmal sehr gut sein kann – ein Egoist zu sein.

Es bedarf MUT – Courage – Wertschätzung – Achtung und Respekt um
ein guter Egoist zu sein oder zu werden.:-)

Werde einfach das BESTE – der DU heute sein kannst.
Und der du MORGEN und ÜBERMORGEN noch sein möchtest.

AMF

Eine Weihnachtsgeschichte – und der Blick DAHINTER

Eine Weihnachtsgeschichte – und der Blick DAHINTER

Eine sehr bewegende Geschichte und der Blick DAHINTER

Jeder liebt Weihnachten – oder fast JEDER – hier wir Einblick gewährt in die Methodik wie etwas entsteht und wie man zusammen stehen sollte – mit einem gefühlvollem Liedgut.

Quelle. Unbekannt
Sollten Sie genau wissen wer dahinter steckt – dann werde ich dieses gerne hier veröffentlichen.Mir ist es leider nicht BEKANNT.

Weinen hilft!

Weinen hilft!

Warum weinen Menschen? Indianer weinen nicht! Weinen in der Öffentlichkeit geht gar nicht?
Ich weine nicht, ich habe nur etwas ins Auge bekommen?

Bestimmt schon ALLES mal gehört – aber was haben wir nur dagegen. Immer wieder erlebe ich bei meinen Kunden
ein sehr bewegendes Erlebnis, wenn Sie denn WEINEN. Meine Kunden wissen, dass bei mir sehr viel geweint wird.
Weil ich sehr emotional arbeite – d.h. ich arbeite mit den Emotionen meiner Kunden.

  • Weinen befreit
  • Weinen hilft
  • Weinen reinigt

 

 

Tränen wüschen Staub aus und hielten die Augen feucht, vielleicht auch die Nasenlöcher, schrieb einst Darwin

 

Wissenschaftlicher Beitrag zum Thema
Quelle SZ – http://www.sueddeutsche.de/wissen/psychologie-des-weinens-zum-heulen-1.2090096

Vom All zum Alltag – Space Coaching für Führungskräfte

Vom All zum Alltag – Space Coaching für Führungskräfte

Im Rahmen der Entwicklung des Space Coaching Programmes und der Arbeit mit den ersten Astronauten stellte Alexander Maria Faßbender fest, dass das von ihm entwickelte Space Coaching auch für die „am Boden Gebliebenen“ relevant ist. Denn oft steht man im beruflichen Umfeld immer wieder vor der Herausforderung, rasch und effizient Entscheidungen treffen zu müssen, in Extremsituationen sachlich zu reagieren sowie mit existenziellen Druck und der Angst vor Versagen umzugehen.

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