Emotion können auch Manipulativ sein

Emotion können auch Manipulativ sein

Das sind die Anzeichen, an denen Sie emotionale Manipulatoren erkennen können

Emotionale Manipulatoren kennen Ihre Schwachstellen und zögern nicht, diese auch zu nutzen. Emotionale Manipulatoren setzen ihr persönliches Wissen ohne zu zögern gegen Sie ein. Wenn Sie beispielsweise unsicher betreffend eines Projekterfolgs sind, werden Sie von ihnen hören, was schlecht gelaufen ist. Wenn Sie sich um Ihr Gewicht sorgen, werden Ihre Essgewohnheiten penibelste genau analysiert.

Das Ziel eines emotionalen Manipulators ist, dass Sie sich nicht gut fühlen und auf seine/ihre Hilfe, Meinung und Unterstützung angewiesen sind.

Emotionale Manipulatoren sind Experten im Aufbau von Schuldgefühlen
Emotionale Manipulatoren können perfekt Schuldgefühle schüren. Wenn Sie etwas ansprechen, das Sie stört, geben sie Ihnen schnell das Gefühl, dass diese Aussage absolut verletzend und fehl am Platz war. Wenn Sie aber nichts sagen, vermitteln sie den Eindruck, dass Sie feig wären, kein Rückgrat besäßen und sie enttäuschen würden.

Emotionale Manipulatoren handeln anders als sie sagen
Emotionale Manipulatoren werden Ihnen (meistens) das sagen, was Sie hören möchten. Das, was sie dann aber letztlich wirklich tun, ist allerdings auf einem anderen Blatt geschrieben. So bieten sie großzügig ihre Unterstützung an und machen vollmundige Versprechen. Ist es dann allerdings soweit, sind sie überrascht ob dieser vollkommen unpassenden und unverhältnismäßig großen Bitte.

Emotionale Manipulatoren beanspruchen die Opferrolle für sich
Emotionale Manipulatoren sind niemals an irgendetwas schuld. Wenn etwas passiert, das nicht zu ihrem Vorteil ist, dann nur, weil sie dazu gezwungen oder überredet wurden. Und auch wenn Sie wütend oder verärgert sind, ist es Ihre eigene Schuld – schließlich sind es Ihre persönlichen Erwartungen, die unangemessen sind. Und dafür kann der emotionale Manipulator ja nun wirklich nichts…

Emotionale Manipulatoren reden Sie und Ihre Probleme klein
Unabhängig von den Ängsten, Herausforderungen und Problemen, die Sie haben, sind die der emotionalen Manipulatoren immer um einiges dramatischer und aussichtsloser. Sie geben Ihnen zu verstehen, dass Ihre eigenen Probleme bei weitem nicht so ernsthaft sind. Es fehlt Ihnen auch die Legitimität, sich zu beschweren. Vielmehr sind Sie dazu verpflichtet, dem Manipulator zu helfen – und nicht selbst um Hilfe zu bitten.

Emotionale Manipulatoren untergraben Ihren Glauben an Ihre persönliche Realität
Emotionale Manipulatoren sind sehr talentierte Lügner. Sie bestehen darauf, dass bestimmte Vorfälle nicht in dieser Weise stattgefunden haben können. Das Problem ist, dass sie so gut im Verdrehen von Tatsachen sind, dass Sie dadurch schnell Ihre eigene Erinnerung in Frage stellen. Zu behaupten, dass das, was das Problem verursacht hat, eine Einbildung Ihrer Vorstellungskraft ist, ist eine äußerst wirkungsvolle Methode, um Ärger zu vermeiden und den eigenen Kopf aus der Schlinge zu ziehen.

Wie Sie einem emotionalen Manipulator entkommen
Emotionale Manipulatoren verhalten sich im Normalfall vollkommen irrational. Und trotzdem schaffen sie es immer wieder, dass wir emotional auf sie reagieren.

Je irrationaler und absurder sich aber jemand verhält, desto leichter können Sie sich aus dessen Fänge befreien: Versuchen Sie so viel Distanz wie möglich herzustellen und reduzieren Sie die Interaktionen auf ein Minimum. Wenn es nicht anders geht, dann betrachten Sie ihn oder sie als eine Art Projekt und filtern Sie die Fakten aus den Worten und Taten heraus. Die Aufrechterhaltung einer emotionalen Distanz erfordert vor allem aber eines: Bewusstheit. Und das kostet viel Energie und Durchhaltevermögen.

Meistens glauben wir, wir hätten keine Kontrolle über die Menschen, mit denen wir zusammenarbeiten oder zusammenleben. Sie können niemanden daran hindern, Ihre Schwachstellen zu finden und zu nutzen, wenn Sie nicht erkennen, wann es passiert. Aber: Sobald Sie einen Manipulator als solchen entlarvt haben, wird dessen Verhalten vorhersehbarer und verständlicher. Dadurch können Sie bewusst Grenzen setzen. Nur wenn Sie die Dinge einfach geschehen lassen, öffnen Sie schwierigen Situationen die Türen.

Fehlerkultur: Was Sie (nicht nur) als Arzt von Astronauten lernen können

Fehlerkultur: Was Sie (nicht nur) als Arzt von Astronauten lernen können

Astronauten bereiten sich intensiv auf Ausnahmesituationen vor, um ihren Job im All so perfekt und sicher wie möglich machen zu können. Jeder gefundene Fehler wird belohnt und gefeiert. Was Ärzte und Apotheker vom Umgang der Crew mit Fehlern lernen können, weiß Astronauten-Coach Alexander Maria Faßbender. Der Experte gibt spannende Einblicke in die Fehlerkultur und -prävention der Luft- und Raumfahrt.

Alexander Maria Faßbender ist einer der Top-Coaches für Persönlichkeitsentwicklung, charismatischer Speaker sowie Gründer der Space Coach Academy©. Schätzungen zufolge werden zukünftig mindestens eintausend Weltraumtouristen/Astronauten pro Jahr in den Weltraum fliegen, die von ihm und seinem Team gecoacht werden.

Lilly: Irren ist menschlich – jedoch unter Umständen lebensgefährlich. Wie bereiten Sie zukünftige Weltraumtouristen auf ihren Flug und Aufenthalt im All vor?

A. M. Faßbender: Wir reden über Fehler und was jeder einzelne darunter versteht. Denn das ist individuell sehr verschieden. In Deutschland sind Fehler eine Schande, in den USA die Chance für einen Neuanfang. Schon das Wort „Fehler“ ist negativ konditioniert. Wenn Sie die Buchstaben vertauschen, kommt dabei „Helfer“ heraus. Sich vorzustellen, dass ein Fehler = ein Helfer ist, verleiht dem Wort eine neue positive Bedeutung. In der Tat sind Fehler die Helfer in der Zukunft. Deshalb ist jede Entscheidung richtig, auch wenn sie sich später als falsch herausstellt.

Lilly: Was zeichnet die Fehlerkultur auf Weltraummissionen aus?

A. M. Faßbender: Da auf diesen Missionen Menschen aus verschiedenen Kulturkreisen zusammenkommen, würde ich statt von „Kultur“ eher von interkultureller Kompetenz sprechen. Zur Fehlerkompetenz gehört es, Fehler nicht als schädlich und unabwendbar anzusehen.
Es geht im Weltall nicht darum, einen „Schuldigen“ zu finden, sondern den Fehler aufzuspüren und den „Entdecker“ dafür zu loben. Fehler zu finden, bedeutet viel Geld einzusparen oder auch Menschenleben zu retten. Deshalb sage ich den Astronauten immer: Es gibt keine Fehlentscheidung, solange Du Deinen Fehler korrigieren kannst. Entscheidend ist, zu erkennen, dass etwas schief läuft.

Lilly: Was können Ärzte von den Astronauten lernen? Wie lässt sich eine positive Fehlerkultur in Arztpraxen implementieren?

A. M. Faßbender: Die meisten Ärzte sind dem Prinzip „Ursache und Wirkung“ verhaftet. Das trifft auf das „System Mensch“ nach meiner Anschauung nicht zu. Im Weltraum wie in der Medizin sind fast immer eine ganze Reihe von Faktoren an Zwischenfällen beteiligt. Deshalb ist es so wichtig, möglichst viele potenzielle Risiken aufzudecken. Und zwar nicht nur diejenigen, die durch „Beinahe-Fehler“ schon bekannt sind, sondern auch Fehlerquellen, die noch nie in Erscheinung getreten sind. Ärzte und Apotheker müssen einen toleranten und konstruktiven Umgang mit Fehlern lernen und möglichst frühzeitig damit beginnen. Es darf keinerlei Vorwürfe oder Sanktionen geben, sondern Fehler dürfen und müssen von allen Teammitgliedern – unabhängig von ihrer hierarchischen Stellung – offen und sachlich angesprochen werden.

Lilly: Welche innovativen Ansätze gibt es, für den richtigen Umgang mit Fehlern?

A. M. Faßbender: Generell sind hier Offenheit, Neugier und Kreativität gefordert. Machen Sie ein Brainstorming im Praxisteam und suchen Sie gemeinsam nach neuen Ideen zum Umgang mit Fehlern. Ich empfehle, ein Spiel daraus zu machen, zum Beispiel „Finde den Fehler und Du bekommst eine Belohnung!“ Feiern Sie jeden Irrtum und applaudieren Sie, wenn ein Fehler passiert. Auf diese Weise wird ein Umdenkprozess angestoßen und Fehler sind nicht länger tabu, sondern Helfer für die Zukunft.
Wichtig ist auch, mögliche Fehler gedanklich durchzuspielen und Situationen zu trainieren, in denen Fehler auftreten können. Piloten und Astronauten machen das in Simulatoren und sind so optimal vorbereitet, unter Stress die richtigen Entscheidungen zu treffen. In risikobehafteten Situationen hat sich das sogenannte „Team Time Out“ bewährt: Die Crew nimmt sich eine kurze Auszeit, um das weitere Vorgehen zu besprechen und sich die bevorstehenden Abläufe – einschließlich potenzieller Komplikationen – zu vergegenwärtigen. Das lässt sich auch in Arztpraxen übertragen.

Lilly: Wie kommt man Fehlern am besten auf die Spur und findet dann auch noch Lösungsstrategien?

A. M. Faßbender: Entscheidend ist, menschliche Fehler zu erwarten und einzuplanen. Ein Ärzteteam könnte sich zusammensetzen und potenzielle Fehler auflisten, um gemeinsam ein „Drehbuch“ für das Vorgehen im Einzelfall zu entwickeln. Auch wenn der Aufwand dafür sehr hoch ist, wird es die Fehlerquote verringern. In der Luft- und Raumfahrt hat sich das sogenannte Cockpit- oder Crew Resource Management Program (CRM) bewährt, das mit entsprechenden Protokollen und Checklisten arbeitet.
Durch Einführung des NASA „Aviation Safety Reporting System“ (ASRS) in den 70er Jahren konnten in der US-amerikanischen Berufsluftfahrt zahlreiche Fehlerquellen identifiziert und Beinahe-Unfälle verhindert werden. Der große Erfolg ist darauf zurückzuführen, dass Piloten, die Zwischenfälle melden, Straffreiheit zugesichert wird. Ähnlich funktioniert hierzulande CIRS, das Critical Incident Reporting-System (https://www.cirsmedical.de/) für die Medizin. Hier können Ärzte, Apotheker und andere Mitarbeiter des Gesundheitswesens kritische Ereignisse anonym melden und die Berichte anderer einsehen, um daraus zu lernen.
Wichtig ist, dass Ärzte sich regelmäßig austauschen, um aus den eigenen und den Fehlern anderer zu lernen. In manchen Kliniken werden schon solche Morbiditäts- und Mortalitätskonferenzen, kurz M&Ms, abgehalten.

Lilly: Was ist Ihr „Geheimtipp“, damit auf Ihrem eigenen Flug ins All alles glattgeht? Können Sie das auch auf Ärzte übertragen?

A. M. Faßbender: Ich bereite mich so gut wie möglich vor. Die Technik habe ich leider nicht im Griff. Hier muss ich mich auf die Sicherheitssysteme und die Piloten und Techniker verlassen. Ich habe mir die Kapsel angeschaut und mit den Menschen, die daran arbeiten, gesprochen und ihnen meinen Dank ausgesprochen. Wenn die einen Fehler machen, werde ich die Folgen tragen.
Ärzte sollten ihrem Team ebenfalls danken. Denn ihr Erfolg hängt wesentlich von deren Arbeit und deren offenem und konstruktiven Umgang mit Fehlern ab.

Lilly: Herr Faßbender, haben Sie vielen Dank für dieses Gespräch!

Eine unendliche Frage: Gibt es den Weihnachtsmann

Eine unendliche Frage: Gibt es den Weihnachtsmann

Seit ich ein Knirps war, beschäftigt mich jedes Jahr im Dezember die immer gleiche, wiederkehrende Frage. Noch nicht einmal jetzt lässt sie mir die Ruhe, die mir alle meine Kunden, Kollegen und Freunde in der Adventszeit wünschen. Die Rede ist von der Frage, die vielleicht auch Ihre Kinder Ihnen schon mal gestellt haben: „Gibt es den Weihnachtsmann?“ Um der Wahrheit auf die Spur zu kommen, habe ich die Mathematik herangezogen. Denn wie sollte man die Wahrheit herausfinden, wenn nicht mit den exakten Wissenschaften? Hier ist mein Ergebnis:

Erstens: Es heißt, der Weihnachtsmann kommt auf einem fliegenden Rentier. Keine bekannte Spezies der Gattung „Rentier“ kann fliegen. Aber es gibt 300.000 Spezies von lebenden Organismen, die noch klassifiziert werden müssen, und obwohl es sich dabei hauptsächlich um Insekten und Bakterien handelt, schließt dies nicht mit letzter Sicherheit fliegende Rentiere aus, die nur der Weihnachtsmann bisher gesehen hat.

Zweitens: Es gibt 2 Milliarden Kinder, also Menschen unter 18, auf der Welt. Aber da der Weihnachtsmann angeblich keine Moslems, Hindus, Juden und Buddhisten beliefert, reduziert sich seine Arbeit auf etwa 15 Prozent der Gesamtzahl, laut Volkszählungsbüro nämlich auf 378 Millionen Kinder weltweit. Bei einer durchschnittlichen Kinderzahl von 3,5 pro Haushalt ergibt das 91,8 Millionen Häuser. Wir nehmen an, dass in jedem Haus mindestens ein braves Kind lebt.

Drittens: Der Weihnachtsmann hat einen 31-Stunden-Weihnachtstag, bedingt durch die verschiedenen Zeitzonen, wenn er von Osten nach Westen reist – was logisch erscheint. Damit ergeben sich 822,6 Besuche pro Sekunde. Somit hat der Weihnachtsmann für jeden christlichen Haushalt mit braven Kindern 1/1000 Sekunde Zeit für seine Arbeit: Parken, aus dem Schlitten springen, den Schornstein runterklettern, die Socken füllen, die übrigen Geschenke unter dem Weihnachtsbaum verteilen, alle Reste des Weihnachtsessens vertilgen, den Schornstein wieder raufklettern und zum nächsten Haus fliegen. Angenommen, dass jeder dieser 91,8 Millionen Stops gleichmäßig auf die ganze Welt verteilt sind – was natürlich, wie wir wissen, nicht stimmt, aber als Berechnungsgrundlage akzeptieren wir dies –, erhalten wir nun bei 1,3 Kilometer Entfernung von Haushalt zu Haushalt eine Gesamtentfernung von 120,8 Millionen km, nicht mitgerechnet die Unterbrechungen für das, was jeder von uns mindestens einmal in 31 Stunden tun muss, plus Essen usw.. Das bedeutet, dass der Schlitten des Weihnachtsmannes mit 1040 km pro Sekunde fliegt, also der 3.000-fachen Schallgeschwindigkeit. Zum Vergleich: Das schnellste von Menschen gebaute Fahrzeug auf der Erde, der Ulysses Space Probe, fährt mit lächerlichen 43,8 km pro Sekunde. Ein gewöhnliches Rentier schafft höchstens 24 km pro Stunde.

Viertens: Die Ladung des Schlittens führt zu einem weiteren interessanten Aspekt. Angenommen, jedes Kind bekommt nicht mehr als ein mittelgroßes Geschenk von etwa einem Kilogramm, dann hat der Schlitten ein Gewicht von 378.000 Tonnen geladen, nicht gerechnet der Weihnachtsmann, der übereinstimmend als übergewichtig beschrieben wird. Ein gewöhnliches Rentier kann nicht mehr als 175 kg ziehen. Selbst bei der Annahme, dass ein „fliegendes Rentier“ (siehe Punkt 1) das zehnfache normale Gewicht ziehen kann, braucht man für den Schlitten nicht acht oder neun Rentiere. Man braucht 216.000 Rentiere! Das erhöht das Gewicht – den Schlitten selbst noch nicht einmal mit eingerechnet – auf 410.400 Tonnen. Zum Vergleich: Das ist das vierfache Gewicht des Hochseeluxuskreuzers “Queen Elizabeth”.

Fünftens: 410.400 Tonnen bei einer Geschwindigkeit von 1040 km/s erzeugen einen ungeheuren Luftwiderstand. Dadurch werden die Rentiere aufgeheizt, genauso wie ein Raumschiff, das wieder in die Erdatmosphäre eintritt. Das vorderste Paar Rentiere muss dadurch 16,6 trillionen Joule Energie absorbieren – pro Sekunde – jedes der beiden! Anders ausgedrückt: Sie gehen praktisch augenblicklich in Flammen auf, das nächste Paar Rentiere wird dem Luftwiderstand preisgegeben, und es wird ein ohrenbetäubender Knall erzeugt. Das gesamte Team von Rentieren wird innerhalb von fünf tausendstel Sekunden vaporisiert. Der Weihnachtsmann wird währenddessen einer Beschleunigung von der Größe der 17.500-fachen Erdbeschleunigung ausgesetzt. Ein 120 kg schwerer Weihnachtsmann – was der Beschreibung nach lächerlich wenig sein muss – würde an das Ende seines Schlittens genagelt. Mit einer Kraft von 20,6 Millionen Newton.

Damit komme ich zum Schluss: Wenn der Weihnachtsmann irgendwann einmal die Geschenke gebracht hat, ist er heute leider tot. Deshalb übernehmen wir die Rolle des Weihnachtsmannes. Bevor wir aber zu Ihrem Geschenk kommen, fehlen noch ein paar letzte Betrachtungen zum Weihnachtsmann.

Mit den vorherig aufgezählten Punkten ist klar, warum die holländischen Kinder ihre „große“ Bescherung am Nikolaustag bekommen und nicht wie bei uns am 24.12 und in einigen Ländern die Bescherung erst am 25.12., in Russland, nach dem orthodoxen Kalender, erst am 6. Januar, oder – nach „sozialistischer“ Tradition – zum Jolkafest (Silvester) stattfindet. Der wahre Grund für diese weihnachtliche Vielfalt: Antizyklisch schenken heißt Rücksicht nehmen – auf den Weihnachtsmann und seine Helfer. Damit nie wieder Rentiere in der Atmosphäre verdampfen müssen!

Allerdings: Der Weihnachtsmann ist nicht allein! Während der Weihnachtsmann nämlich überwiegend im englischsprachigen Raum unterwegs ist, wird der Rest vom sogenannten „Christkind“ betreut. Ich gehe aber davon aus, dass es sich nicht wirklich um ein Kind handelt, da es sich ja sonst um Kinderarbeit handeln würde, und die kann ich nicht tolerieren. Es ist ja auch schon ziemlich alt, obwohl es noch jung aussehen soll. Nun, es hat ja auch 1 Jahr Zeit für diverse Schönheitsbehandlungen. Dieses Christkind ist ausgestattet mit Flügeln, so dass es keiner Rentiere bedarf um sich fliegend fortzubewegen. Trotzdem muss es mit enormer Geschwindigkeit unterwegs sein. Außerdem muss es über enorme Kräfte verfügen, um den Geschenkeberg tragen zu können.

Dabei bleibt die Einstein-Rosenbrücke unberücksichtigt. Diese sorgt für eine Krümmung der Zeit, sodass die Zeit für den Weihnachtsmann im Flug millionenfach verwirbelt wird. Die Zeitachse wird dabei so stark gekrümmt, dass er quasi in eine Zeitschleife gerät und im Flug von Haus zu Haus in die Vergangenheit reist. Praktisch heißt das, er kann sich in jedem Haushalt so viel Zeit lassen wie er will, da er durch die Einstein-Rosenbrücke schon zur selben Uhrzeit im nächsten Haus sein wird.
Es bleibt nur schleierhaft, wie der Mann so viel essen kann.

Und: Was ist eigentlich mit den vielen Weihnachtselfen? Hier ist jetzt der Punkt, an dem ich endgültig aussteige!

Quelle Fundstück im Internet – Unbekannter Autor

Themen die 2019 anstehen – weltweit

Themen die 2019 anstehen – weltweit

CEOs werden als Führungskräfte inklusiver werden müssen – oder gehen.
Die neue Generation von Arbeitnehmern erwartet einen ganz anderen Führungsstil und hat inzwischen eine kritische Menge erreicht, sodass ihre Meinung in den Unternehmen auch gehört wird. „Die Führungskräfte, die bisher an der Spitze standen, waren eher vom Typ ‘entweder mein Weg oder kein Weg’. Doch genau diese Einstellung funktioniert in dieser Umgebung nicht“, sagt Carla Harris, Vice Chairman and Managing Director bei Morgan Stanley, einem US-Finanzinstitut. „Ich schätze, mehr Führungskräfte werden Möglichkeiten der Leadership-Entwicklung oder Anleitungen zur richtigen Mitarbeiterführung suchen, die ihnen erklären, wie sie kooperativer werden, Innovation fördern und Mitarbeitern vermitteln, wie Sie mit Misserfolgen umgehen und innovativ denken. Für Speaker und Ressourcen zu diesem Thema wird künftig wahrscheinlich deutlich mehr Geld ausgegeben.“ Führungskräfte, die nicht mitziehen und sich anpassen, werden die Folgen spüren und letztendlich überflüssig werden, warnt sie – wenn auch nicht sofort, sondern nach und nach.

Personaler verlieren an Bedeutung.
Knapp 60 Prozent der Personaler wollen die Unterlagen von Job-Interessenten am liebsten per E-Mail erhalten, wie eine Befragung unter HR-Managern durch den Branchenverband Bitkom zeigt. Vielerorts wird da schon der Tod von Anschreiben, Lebenslauf und Bewerbungsgespräch vorhergesagt. Rechtsanwältin Birgitta Wallmann glaubt, dass die Automatisierung von Personalentscheidungen noch weiter fortschreiten wird: Künftig könnten Bewerberinterviews von einem Chatbot, also einem textbasierten Dialogsystem, besser und neutraler übernommen werden, glaubt sie, so dass durch automatisierte Tests die Vergleichbarkeit sichergestellt werden könnte. “Nur das Auswahlverfahren bliebe beim Menschen.”

Die Gesellschaft lernt, mit Daten umzugehen.
Für Künstliche Intelligenz und Machine Learning werden Daten wichtiger denn je. Frank Riemensperger, Vorsitzender der Geschäftsführung von Accenture DACH, ist „gespannt, wie wir als deutsche und europäische Gesellschaft einen Weg finden, mit Daten umzugehen, diese zu sammeln, auszuwerten und in neuen Technologien einzusetzen”. Die Nutzung von Daten werde die Grundlage für den künftigen wirtschaftlichen Erfolg im B-to-B Bereich. „Ohne Daten als Treibstoff kann unsere Wirtschaft sich künftig nicht mehr voll entfalten”, sagt Riemensperger. „Wir brauchen nicht nur Bedenken – sondern vielmehr Akzeptanz für neues Denken und neue Lösungen.” Ein wichtiger Teil dieser Debatte ist die digitale Souveränität. „Wie können wir Datenschutz nicht als lästige Pflicht, sondern als Kernaufgabe verstehen, um neue digitale Geschäftsmodelle zu entwickeln?”, fragt Stefan Fritz, Senior Vice President bei Cancom. „Und wie können wir Verbraucher den Schutz unserer Daten von allen Unternehmen fordern und endlich damit aufhören, lieber mit ein paar persönlichen Daten zu bezahlen, als Geld für einen digitalen Dienst auszugeben? Schaffen wir es endlich als Konsumenten, die ‘Geiz ist Geil’-Mentalität der frühen 2000er Jahre für ein nachhaltiges digitales Leben hinter uns zu lassen?”

Künstliche Intelligenz braucht Ethik.
„Was darf Technologie, was nicht? Wen soll das selbstfahrende Auto im Extremfall eher überfahren: eine Gruppe von Rentnerinnen oder ein Kind? Was soll die digitale Assistentin auf Hass und Sexismus antworten?

Ich hoffe, dass die Welt 2019 mehr über Ethik und künstliche Intelligenz nachdenkt. Es besteht die Gefahr, dass uralte Stereotypen in die neuen Geräte einziehen und sie allenfalls noch verstärken. Gefüttert mit historischen Daten stellen Algorithmen lieber Männer an, da die Top-Bewerber früher zumeist männlich waren. Gefüttert mit falschen Daten schätzen Algorithmen schwarze Männer automatisch als gefährlicher ein.

Technisch wäre mehr Verantwortung und Zivilcourage in künstlicher Intelligenz bereits möglich. Warum setzen die digitalen Assistentinnen und Chat-Bots Hass nichts entgegen? Warum lassen sie sich beschimpfen? Warum antworten sie nicht im Minimum mit der goldenen Regel der Ethik? Was Du nicht willst, das man Dir tu, das füg auch keinem andern zu.

Wir Journalisten werden künftig vor allem Algorithmen hinterfragen müssen. Sie machen Fehler. Sie treffen falsche Entscheidungen. Sie sind unfair. Wie Menschen auch. Nur – Maschinen übernehmen immer mehr Entscheidungen, können dafür aber nicht belangt werden. Die Ethik von Künstlicher Intelligenz wird zum zentralen Zukunftsthema.”

Platz da, Millennials! Jetzt kommt die Generation Z!
2019 wird die Generation Z die Millennials – also die Generation, an der wir das vergangene Jahrzehnt herumgekrittelt haben – zahlenmäßig überholen. „Die Generation Z strömt jetzt in signifikanten Zahlen auf den Arbeitsmarkt und zum ersten Mal in der neueren Geschichte werden fünf Generationen Seite an Seite arbeiten”, sagt Michael Dell, CEO und Vorstandsvorsitzender von Dell Technologies. Die Gen Z – die laut der Definition des Pew Research Centers all diejenigen umfasst, die nach 1997 geboren sind – stellt etwa ein Drittel der Weltbevölkerung und ein Fünftel der arbeitenden Bevölkerung. Die Arbeitsmoral dieser neuen Generation? „Nach meiner Erfahrung sind sie sehr engagiert und knien sich richtig rein“, sagt Bestseller-Autorin Brené Brown. Etwa die Hälfte ihrer Mitarbeiter sind Vertreter der Generation Z. „Sie sind alle ganz unterschiedlich, aber insgesamt erlebe ich sie als aufgeschlossen und neugierig.

Ein digitaler Thinktank soll Bildungspolitik verändern.
Bund und Länder ringen derzeit um die Frage, wer die Hoheit über Bildung hat: Die Bundesregierung will Schulen mit fünf Milliarden Euro für Digitaltechnik ausstatten, die Länder wollen sich nicht in die Bildungspolitik hineinreden lassen. „Um die digitale Bildung sowie einen kompetenten und sinnvollen Einsatz digitaler Mittel in unseren Schulen voranzutreiben, braucht es eine Institution, die entsprechende Kompetenzen vermittelt und Konzepte bereitstellt, auf die jede Schule, jeder Lehrer jederzeit bundesweit zugreifen kann”, fordert Daniel Bialecki, Geschäftsführer des Lern-Startups Scoyo. Der Bund sollte nach Meinung von Bialecki einen Thinktank für Bildung gründen, „bestehend aus Pädagogen, Wissenschaftlern und Experten der Digital- und EdTech-Branche, die wirtschaftlich und politisch unabhängig agieren können”. Gemeinsam würden sie eine zentrale Plattform schaffen, die nicht nur entsprechende Materialien bereitstellt, sondern auch schnell auf die Anforderungen von Schulen und Lehrern reagieren kann.

In Büros wird gähnende Leere herrschen.
„Weil die Städte immer voller werden und Mieten und Immobilienpreise stetig ansteigen, werden Arbeitnehmer mehr zahlen müssen, damit sich ihre Mitarbeiter das Leben in der Stadt leisten können. Manche Unternehmen werden Büros in kleineren Orten eröffnen; mehr Unternehmen werden dazu übergehen, ihre Mitarbeiter von zu Hause arbeiten zu lassen. Die Grundidee des Büros wurde bereits vor Jahren geschwächt, mit unsäglichen offenen Bürolandschaften, in denen zahllose Menschen mit Kopfhörern sitzen, sich mit Nachrichten bombardieren und eigentlich nur gleichzeitig, aber nicht zusammen arbeiten. Und jetzt werden Slack, Github, Jira und andere Tools für virtuelle Teams von Arbeitskräften aller Couleur kooptiert.

Dieser graduelle Prozess wird 2019 seinen kritischen Punkt erreichen: Das Büro wird sich leeren. Die Arbeit im Homeoffice wird den grundlegenden Rhythmus des industriellen Lebens verändern. Die Menschen werden mehr Zeit zum Arbeiten haben, aber auch mehr für Freizeit. Dabei verlieren wir Teeküchen und Pausenräume, die neben dem Schuleingang und der Kirche ein Ort für uns waren, um uns mit neuen Menschen zu vernetzen. In einer immer stärker weltlich geprägten Gesellschaft gehörten Büros zu den letzten Orten, die uns ein Gemeinschaftsgefühl und einen Sinn vermittelten. Deshalb finde ich es schade, sie verschwinden zu sehen.”

Die Weichen werden für mehr Neurodiversität gestellt.
Unter Neurodiversität versteht man die Inklusion aller kognitiven Fähigkeiten und Muster – von ADHS über Dyslexie bis hin zu Autismus. Der kulturelle und wissenschaftliche Wandel der 1990er-Jahre hat dazu beigetragen, dass Neurodiversität am Arbeitsplatz mittlerweile keine Ausnahme mehr ist. Was früher noch als behandlungswürdige Krankheit galt, wird heute als Unterschied wahrgenommen, den die Gesellschaft schätzen sollte. „Jetzt tritt eine ganze Generation von Leuten, die sehr viel strenger diagnostiziert wurden, ins Berufsleben ein“, erklärt Ed Thompson, der Gründer der Organisation Uptimize, die Unternehmen dabei unterstützt, neurodiverse Mitarbeiter zu gewinnen, einzustellen und langfristig im Unternehmen zu halten. Hinzu kommt ein „chronischer Wettbewerb um die besten Talente“, der dazu führt, dass Personaler über ihren eigenen Tellerrand hinausschauen, sodass Neurodiversität eine Kategorie für Diversity und Inklusion am Arbeitsplatz wird, „über die viele Leute so reden, wie es selbst vor einem Jahr noch nicht der Fall war”.

Quelle: https://www.linkedin.com/pulse/30-big-ideas-f%C3%BCr-2019-%C3%BCber-diese-trends-werden-wir-n%C3%A4chstes-schulz/?trk=eml-mktg-big-ideas-2019

Neues aus Alltagshausen: Eigenverantwortung-Schuld und Sühne

Neues aus Alltagshausen: Eigenverantwortung-Schuld und Sühne

Die Suche nach Schuldigen ist in unserer Gesellschaft tief verankert. Bei Missständen gilt es immer jemand (anderen) vorzuschieben. Das zeigt auch der Blick auf die Headlines in den Tageszeitungen oder Nachrichtensendungen: Egal was in der Politik, in der Wirtschaft oder im lokalen Umfeld passiert, eine Frage darf nie fehlen: „Wer ist schuld?“

Eigenverantwortung?
Hand aufs Herz: Wie viele Personen in Ihrem Umfeld kennen Sie, die selbstkritisch genug sind, im Anlassfall von sich aus einen Fehler einzugestehen oder ein falsches Handeln zuzugeben? Ich wage zu behaupten, es sind nicht viele. Das ist nicht weiter verwunderlich in einer Zeit, in der wir von Politikern und Managern umgeben sind, die den Begriff Fake News erfunden und die eigene Selbstinszenierung perfektioniert haben, Es stellt sich daher die Frage, ob wir nicht die falschen Vorbilder haben.

„Der Fisch beginnt am Kopf zu stinken.“ Das gilt für die gesellschaftliche Öffentlichkeit genauso, wie für Profit- oder Non-Profit-Organisationen. Wenn wir uns also an Personen orientieren, die sich Erfolge durch ein geschicktes Eigenmarketing auf Ihre Fahnen heften, aber nie für einen Misserfolg die Verantwortung übernehmen, brauchen wir uns nicht wundern, wenn wir deren Denken und Handeln übernehmen – bewusst oder unbewusst.

Unbequem
Diese Entwicklung geht auch an den Unternehmen nicht spurlos vorbei. Und zeigt sich dadurch, dass bei Zielabweichungen oder Konflikten die Suche nach Schuldigen oft im Vordergrund steht. Aus Angst vor Sanktionen haben daher viele Mitarbeiter vor allem eines gelernt: Probleme so lange wie möglich unter den Teppich zu kehren. Lösungsorientiert ist dieser Zugang nicht. Im Gegenteil – durch so ein Verhalten werden die bestehenden Probleme nur verschärft. Und schwerwiegende Folgeschäden riskiert.

Jeder hat es schon einmal erlebt: Wenn ein Projekt in Zeitverzug kommt, geht es bald nur mehr um eine Frage: „Wer ist schuld“? Die Antwort: „Das waren die Anderen.“ Aber auch dann, wenn wir alleine an einer Aufgabe gearbeitet haben, sind es immer Faktoren außerhalb unseres Einflussbereiches, die den Erfolg verhindert haben: „IT-Probleme“, „ein schwieriges Marktumfeld“ oder „unglückliche Umstände“. Unsere Analyse kommt jedenfalls prompt und ohne Zögern: „Wir waren machtlos“.

Es gibt aber vermutlich noch einen Grund, warum wir unseren eigenen Anteil an bestimmten Ergebnissen nicht gerne hinterfragen: Es könnte nämlich sein, dass wir zu der Erkenntnis kommen, einiges zu dem Misserfolg mit beigetragen zu haben. Und das könnte in der Folge dazu führen, dass wir zukünftig unser Handeln in ähnlichen Situationen ändern müssten, um nicht wieder die gleichen Fehler zu machen. Und nichts fällt uns Menschen schwerer als Veränderung.

Unverzichtbar
Die berühmte Frage nach einem Sündenbock („Wer ist schuld?“) bringt uns nicht weiter. Im Wiederholungsfall würde das lediglich bedeuten: „the same procedure as every year“. Wir würden genau den gleichen Fehler wieder machen – und dann einen anderen Sündenbock suchen. Das Spiel ließe sich beliebig lange fortsetzen. Blöderweise kommen wir dadurch im Ergebnis aber keinen Schritt weiter.

Das eigene Denken und Handeln auch bei Misserfolgen zu hinterfragen, birgt für uns in Wirklichkeit eine ungeheure Chance zur Weiterentwicklung. Nur wer Fehler macht und daraus die richtigen Schlüsse zieht, wird beim nächsten Mal zum gewünschten Ergebnis kommen. Sich selbst zu reflektieren ist oft schmerzhaft, aber unverzichtbar.

Natürlich können wir es uns leicht machen und bei einem Misserfolg darauf warten, dass sich die Anderen ändern. Es könnte aber sein, dass das nie passiert. Und das bedeutet Stillstand. Wenn wir Eigenverantwortung zeigen und unseren Beitrag in einer unbefriedigenden Situation reflektieren, dann können wir mit den daraus gewonnenen Erkenntnissen gegensteuern. Und das bedeutet Fortschritt.

Neues aus Alltagshausen: Ruhe zu den Festtagen

Neues aus Alltagshausen: Ruhe zu den Festtagen

Wir alle kennen das: Familienärger, Einkaufsstress, nie genug Zeit, um alles zu erledigen, Müdigkeit bis zum Zusammenbruch. Psychotherapeuten bereiten sich auf die Feiertage gezielt vor, da depressive Patienten dann noch depressiver und Suchtpatienten noch süchtiger werden, lässt doch die Winterzeit sowieso alles grau erscheinen.

Lasst uns dieses Szenario einfach mal ändern. Die Weihnachtszeit soll eigentlich die beflügelndste Zeit des Jahres sein. Es ist eine idealistische Zeit, in der die Außenwelt schläft, damit die Innenwelt gedeihen kann. Das Geheimnis, wie man die Feiertage genau so gestalten kann, ist eigentlich ganz einfach. Lass Dich inspirieren. Wie bei jeder Veränderung musst du die Veränderung sein, die du in anderen sehen willst. Aber wie kommt das zustande? Hier sind einige Vorschläge:

HÖR AUF ZU TUN, WAS NIE FUNKTIONIERT HAT
Während der Feiertage bekommen die meisten Menschen eine intensive Dosis Familie verabreicht. Es ist das, was wir wollen, aber auch das, was wir fürchten. Die Angst kommt von gescheiterten Erwartungen. Sie kommt von Familienmitgliedern, die sich nicht ändern werden oder die sich weigern zu sehen, dass du dich verändert hast. Was machen wir dann? Wir versuchen, wieder unsere Erwartungen zu wecken. Der Onkel, der sich immer betrinkt und alle in Verlegenheit bringt? Wir versuchen, ihn vom Punsch fernzuhalten. Die Vaterfigur, die es sich übel nimmt, älter zu werden und die eigene Autorität immer wieder überbewertet? Wir veralbern ihn und versuchen so zu tun, als wäre er kein lästiger Tyrann.

Die erste Regel im Umgang mit all dem ist, mit all den Dingen aufzuhören, die noch nie funktioniert haben. Denn Beschwichtigung funktioniert nicht. Sich netter zu verhalten, als man sich eigentlich fühlt, funktioniert nicht. Aufwändige Geschenke für geizige Verwandte zu machen und ihren Mangel an Dankbarkeit zu beanstanden, funktioniert auch nicht. Also hör auf damit. Wenn du aufhörst zu versuchen, deine Erwartungen wieder zu beleben und andere einfach so sein lässt, wie sie sind, wird viel von deiner Frustration wegfallen.

Zweitens, schau dich um und gib anderen, was sie wirklich wollen. Ich rede nicht davon, deine Familie psychisch zu analysieren. Die meisten Menschen wollen einfache Dinge: Wertschätzung, Dankbarkeit, Bestätigung, Zuneigung und jemanden, der zuhört. Wenn du bewusst eines dieser Dinge bietest, geschieht Magisches.

PLAPPERE KEINE VERSTECKTEN GEFÜHLE AUS
Niemand liebt eine Zeitbombe. Doch emotional nähern sich viele Menschen der Weihnachtszeit wie Zeitbomben versteckter Emotionen. Sie können es kaum erwarten, die Gefühle auszudrücken, die sie seit den Feiertagen des letzten Jahres unterdrücken. Diesem Impuls gilt es zu widerstehen, egal wie viel versteckte Ressentiments, Kritik oder Rachegefühle in Dir schlummern und gerne zum Ausdruck kommen würden…

Es steht Dir jedoch selbstverständlich zu, diese Gefühle loszulassen, damit sie nicht hängen bleiben. Was dir nicht zusteht, ist, dass du sie auf eine andere Person projizierst. Mach das mit dir selbst aus. Schreibe einen Brief, halte eine Rede, schimpf und schreie oder weine allein. Wenn du diese giftigen Emotionen ernsthaft im Voraus freisetzt, bevor sie die Chance haben, jemanden zu verletzen, wirst du einer der schlimmsten Feiertagsfalle entkommen.

LASS DICH NICHT IN EINE SCHACHTEL STECKEN
Warum hast du das Gefühl, von deiner Verwandtschaft in eine gewisse Schachtel gesteckt zu werden? Warum behandeln sie dich nicht wie eine Person, die sich verändert und weiter entwickelt? Seien wir ehrlich. Wenn wir unsere Familien sehen, übernimmt die Vergangenheit die Oberhand. Wir haben ein mentales Bild von Kindern, Eltern, Freunden und Verwandten, das im Verhalten aus der Kindheit verwurzelt ist. Das Festhalten an der Vergangenheit ist das gleiche wie das Festhalten an einer falschen Perspektive.

Wenn du dich nicht in eine Schachtel stecken lassen möchtest, ist die Antwort ziemlich einfach. Behandle andere so, als wären sie weitergegangen, und sie werden dasselbe für dich tun. Dieser kleine Bengel von deinem Bruder ist jetzt ein Erwachsener. Die Schwester, in deren Freund du verliebt warst, ist keine Frau mehr, die mit dir um Verabredungen konkurriert. Sieh alle im Licht der Zukunft. Wenn du herausfinden kannst, wohin jemand morgen gehen will, hast du die besten Chancen, dich heute mit ihm oder ihr zu identifizieren. Sieh also heute als den Anfang der Zukunft, nicht als das Ende der Vergangenheit.

DULDE DAS SCHWIERIGE ABER TUE DAS EINFACHE
Einige Leute sind nun mal schwierig, und es gibt kein Zurück mehr. Du musst ihre Fehler tolerieren, ob das Reizmittel nun ein schlechtes Temperament, eine Tendenz zum Trinken, schneidende Bemerkungen, ein Hauch von Überlegenheit oder schreckliche Selbstherrlichkeit ist – der eigentliche Fehler spielt keine Rolle. Schwierige Menschen werden dir nicht mehr unter die Haut gehen, sobald du erkennst, dass sie sich gar nicht ändern müssen, um dich glücklich und zufrieden zu stellen. Lass sie einfach in Ruhe. Reagiere nicht. Streite nicht, und vor allem, handle nicht verurteilend. Es ist nicht deine Aufgabe, Sünder zu Heiligen zu machen.

Beschäftige dich stattdessen mit einfachen Dingen. Ich meine nicht, abzulenken oder nur darüber zu reden, wie gut die Gans oder das Wetter sind. Einfachheit bedeutet, zu den Grundlagen zurückzukehren. Frage nach etwas, das die anderen interessiert. Sympathisiere mit ihren Problemen, ohne zu lange auf ihnen zu verweilen. Biete Wertschätzung an, indem du etwas bemerkst, worüber sich die andere Person freut. Mit anderen Worten: stimm dich ab. Ich weiß, dass es verlockend ist, schwierige Menschen aus-zustimmen, statt sich auf sie einzustimmen, aber das ist der Hauptgrund, warum sie immer wieder schwierig sind. Wenn man sich einfach darauf einstellt, wie sie sich fühlen, wird eine Verbindung hergestellt. Dann kannst du über alles reden, auch über die Gans und das Wetter.

MACH EINE INSPIRIERTE SACHE, EGAL, WAS DIE ANDEREN DENKEN
Bis jetzt ging es bei allen meinen Punkten um das Bewältigen von Feiertagen. Diese werden aber erst dann wirklich schön, wenn wir über die Bewältigung hinausgehen. Die Tatsache, dass du ein weiteres Weihnachten oder Ostern überlebt hast, ist nicht wirklich ein Sieg. Du wirst dich erst siegreich fühlen, wenn du aufstehst, um ein Ideal wie Liebe, Freundlichkeit, Großzügigkeit und Fürsorge auszudrücken. Mit anderen Worten, du musst inspirierend sein.

Setz dich mal hin und denk darüber nach, wie das geschehen kann. Ich kenne zum Beispiel einen Sohn, dem es peinlich war, dass er seiner Familie nie die weiche Seite von sich selbst zeigen konnte. Sie nahmen an, dass er ein ziemlich harter Kerl war und behandelten ihn so. So schrieb er an einem Weihnachten ein Gedicht, das seine zärtlichsten Gefühle gegenüber seiner mittlerweile in die Jahre gekommenen Mutter ausdrückte. Er druckte das Gedicht in Schönschrift und ließ es silber einrahmen. Am Weihnachtsmorgen stand er auf und las das Gedicht, sehr zum Erstaunen aller, laut vor.

Hat er sich in diesem Moment in einen Heiligen verwandelt? Haben alle seine Geschwister ein strahlendes Lob ausgesprochen? Nein. Die Reaktionen waren gemischt und gingen von den Tränen seiner Mutter bis zum Neid seines Bruders. Doch er wusste, dass er etwas Inspirierendes getan hatte, und das war alles, was zählt. Die Reaktionen anderer Menschen hängen von ihnen ab.

Ich finde, es handelt sich hierbei um ein gutes Beispiel für eine inspirierende Handlung. Geh in dich selbst und finde diese idealistischen Impulse, die „sie“ dich nicht ausdrücken lassen, und erkenne, dass es eure eigene Zurückhaltung, Verlegenheit und Schüchternheit war, die euch das Gefühl gegeben hat, unterdrückt zu sein. Wenn du kein Gedicht schreiben willst, kannst du einen herzlichen Toast aussprechen, ein Geschenk machen, das eine berührende Erinnerung ist, oder einer Person Anerkennung zollen, die normalerweise übersehen wird. Bring jemanden, der sich deprimiert fühlt, zum Lachen. Gib einer älteren Person das Gefühl, im Mittelpunkt der Party zu stehen. Du weißt ja bereits, was die Stimmung hebt. Mit diesem Wissen und ein wenig Voraussicht, kannst du anderen Wohlgefühl schenken, und dann wird der Idealismus der Weihnachtszeit zur Realität und nicht zu einer weiteren verpassten Gelegenheit.

 

Inspiriert durch diverse Texte im Internet……