Poetry Slam – Die Stille und der Applaus

Poetry Slam – Die Stille und der Applaus

Am Ende des Tages – bleibt der Applaus 

der laute wohltuende inspirierende 

auf der Haut und unter die Haut gehende kribbelnde Ton

der dich berührt bis in die kleinste Zellen deines Körpers

der dich beflügelt immer mehr davon zu bekommen 

Applaus das berühmte Brot des Künstlers

Applaus mein Balsam für die Seele – meine Anerkennung

meine Verbundenheit mit dem Leben – für meine Mitmenschen

Und dann ist Sie da 

Die Stille in der Nacht

die Stille in deinem Zimmer – die du ertragen musst

die du vertragen musst ob du willst oder nicht

du kannst nicht flüchten vor der Stille

wohin auch 

die Lautstärke willst doch auch nicht

es nicht die Laute des Applaus – egal wie laut die Menschen auf dich einreden

Ruhe und Stille ist erdrückend

Laut und Stärke geht auch nicht

Menschen reden auf dich ein 

berieseln vom TV – Musik in the Air – ist schwierig

wo ist – wo bleibt das positive Adrenalin

Wo bin ich dabei eigentlich

was bringt mir das eigentlich

warum mache ich das eigentlich

Es ist Geil – es ist toll Applaus zu erhalten

es ist genial in lachenden oder auch weinende Gesichter zu schauen

Dankbarkeit zu spüren – Dank zu fühlen

oder jemand möchte dich gerne in den Arm nehmen – Danke

Free hugs for special People

Das Leben hat ein Ende – auch der Auftritt geht zu Ende

Voller Freude – Erwartung sassen alle da

Voller Anspannung – und Adrenalin wartet ich, dass es los ging

Laut-stärke – lachen, weinen, Trauer, Humor, Kommunikation

rauf und runter …hoch und tief – es ist alles vorhanden 

und dann – war es das – der Saal leert sich

der letzte Stuhl ist quietschend verrückt

das letzte Buch signiert

der Laptop klappt zu – der Veranstalter quatscht noch mit dir

Tasche zu – Unterlagen verstaut

Jacke angezogen – Tür zu – Auto rein – Rezeption Hotel Ankunft

Check Inn – Schlüssel – Aufzug – Stille

Flur Gang – roter Teppich – Stille 

Zimmertür auf – schliessen – Klack  – Stille

Aushalten – man hört den Applaus noch wie bei einer Muschel am Ohr

Du schliesst die Augen – und siehst ihn – du hörst ihn -aber nur noch in weiter Ferne

da ist niemand mehr – du bist alleine – Applaus – nein – Stille

beängstigend so alleine – niemand da – wie gehe ich damit 

wie geht man damit – Einsam und alleine 

und wieder diese Stille …..

kein TV kein Radio kein Anrufer kann mir jetzt helfen – runter kommen 

ankommen bei mir selber – das ist jetzt die Kunst

zu wissen wer ich bin – welches Gefühl mich begleitet

das ist jetzt gefragt 

Stille – kommt von stillen – doch woran – wen nicht an mir selbst

Zwischen Höhen und Tiefen liegt immer die Stille – nicht mehr und nicht weniger

der neue Tag der neue Abend der neue Auftritt ein bekannter wohltuender Applaus – und wieder eine alte Bekannte die Stille. 

Die Zeit für die Zeit – ein Philosophischer Gedanke

Die Zeit für die Zeit – ein Philosophischer Gedanke

Die Zeit – ist Zeit, ist die Zeit

Die Geburt des Guten,
weil  nicht des  Schlimmeren
denn doch nicht des…

Die Geburt der Waerme
weil nicht des Kuehlen

Die Geburt des Wunders
weil nicht der Verneinung

Fuer viele wird jedes Jahr Gott geboren
fuer alle ist das Werden jedes Jahr auf neu

Geburt des Guten, der Waerme, des Wunders
jedes Geschenk erfreut uns
doch die  Geburt ist das groesste Geschenk

Jedes Jahr ist Dezember die Zeit zum Anhalten fuer eine Weile
für eine Weile, fuer Bruchzahl der Sekunde

Es ist die Zeit, um sich Zeit zu nehmen
Lass ihn auch dieses Jahr geboren sein
dass nun auf neu geboren wird

Zeit fuer Gedanken
Zeit fuer Laecheln
Zeit fuer Liebe
Zeit für die Zeit

Alexander Maria Faßbender®

Die Geschichte vom ANDERSSEIN

Die Geschichte vom ANDERSSEIN

Auf einem hohen Berg, wo der Wind pfiff, lebte ganz allein und ohne einen einzigen Freund. Irgendwie Anders.

Er wusste, dass er irgendwie anders war, denn alle fanden das. Wenn er sich zu ihnen setzen wollte. Oder mit ihnen spazieren gehen. Oder mit ihnen spielen wollte, dann sagten sie immer: “Tut uns leid, du bist nicht wie wir. Du bist irgendwie anders. Du gehörst nicht dazu.”

Irgendwie Anders tat alles, um wie die anderen zu sein.

Er lächelte wie sie und sagte “hallo”.

Er malte Bilder.

Er spielte, was sie spielten (wenn er durfte).

Er brachte sein Mittagessen auch in einer Papiertüte mit.

Aber es half nichts.

Er sah nicht so aus wie die anderen und er sprach nicht wie sie.

Er malte nicht so wie sie.

Und er spielte nicht so wie sie.

Und was er für komische Sachen aß!

“Du gehörst nicht hierher”, sagten alle. “Du bist nicht wie wir, du bist irgendwie anders!”

Irgendwie Anders ging traurig nach Hause. Er wollte gerade schlafen gehen, da klopfte es an der Tür. Draußen stand jemand – oder etwas.

“Hallo!” sagte es. “Nett, dich kennen zu lernen. Darf ich bitte reinkommen?”

“Wie bitte?”, sagte Irgendwie Anders.

“Guten Tag!”, sagte das Etwas und hielt ihm die Pfote hin – das heißt, eigentlich sah sie mehr wie eine Flosse aus.

Irgendwie Anders starrte auf die Pfote. “Du hast dich wohl in der Tür geirrt”, sagte er.

Das Etwas schüttelte den Kopf. “Überhaupt nicht, hier gefällt’s mir. Siehst du…”

Und ehe Irgendwie Anders auch nur bis drei zählen konnte, war es schon im Zimmer…

… und setzte sich auf die Papiertüte. “Kenn ich dich?”, fragte Irgendwie Anders verwirrt.

“Ob du mich kennst?”, fragte das Etwas und lachte. “Natürlich! Guck mich doch mal ganz genau an, na los doch!”

Und Irgendwie Anders guckte. Er lief um das Etwas herum, guckte vorn, guckte hinten. Und weil er nicht wußte, was er sagen sollte, sagte er nichts.

“Verstehst du denn nicht!”, rief das Etwas. “Ich bin genau wie du! Du bist irgendwie anders – und ich auch.”

Und es streckte wieder seine Pfote aus und lächelte. Irgendwie anders war so verblüfft, dass er weder lächelte noch die Pfote schüttelte.

“Wie bin ich?” sagte er. “Du bist doch nicht wie ich! Du bist überhaupt nicht wie irgendwas, das ich kenne. Tut mir leid, aber jedenfalls bist du nicht genauso irgendwie anders wie ich!” Und er ging zur Tür und öffnete sie. “Gute Nacht!”

Das Etwas ließ langsam die Pfote sinken. “Oh!”, machte es und sah sehr klein und sehr traurig aus. Es erinnerte Irgendwie Anders an irgendwas, aber er wusste einfach nicht, woran. Das Etwas war gerade gegangen, da fiel es ihm plötzlich ein.

“Warte!”, rief Irgendwie Anders. “Geh nicht weg!” Er rannte hinterher, so schnell er konnte. Als er das Etwas eingeholt hatte, griff er nach seiner Pfote und hielt sie ganz, ganz fest. “Du bist nicht wie ich, aber das ist mir egal. Wenn du Lust hast, kannst du bei mir bleiben.”

Und das Etwas hatte Lust. Seitdem hatte Irgendwie Anders einen Freund.

Sie lächelten und sagten “hallo”.

Sie malten zusammen Bilder.

Sie spielten das Lieblingsspiel des anderen – jedenfalls probierten sie es…

Sie aßen zusammen.

Sie waren verschieden, aber sie vertrugen sich.

Und wenn einmal jemand an die Tür klopfte, der wirklich sehr merkwürdig aussah, dann sagten sie nicht “Du bist nicht wie wir” oder “Du gehörst nicht dazu”. Sie rückten einfach ein bisschen zusammen.

(Kathryn Cave)

Vertrauen

Vertrauen

Vertrauen … in dem Wort steckt das Wort TRAUEN. Wer “traut”sich denn heute noch? Wer traut sich selbst? Wem kann man denn noch trauen?

Zuerst einmal gilt folgendes: Schaue in den Spiegel und schaue ob du dir selber überhaupt “trauen” kannst? Traue dir selber – bevor du anderen dein Vertrauen schenkst oder es von anderen geschenkt bekommst.

Ich traue mir. Der Berliner würde noch sage “Ick traue mir”.

Trauen hat ja auch mit heiraten zu tun. Würdest du gerne, ja du, würdest du dich gerne selber heiraten? OK, wenn ja, dann wunderbar, dann solltest du endlich anfangen auch dem Leben zu vertrauen.

Wenn ich gelernt habe mir zu Trauen , dann kann ich auch dem Leben Vertrauen. Und egal was auch passiert, solange ich mir selber “trauen” kann , kann nicht wirklich viel passieren.

Manche würden das jetzt einfach nur Selbstbewusstsein nennen – das geht auch, aber diese feinen Unterschied mache ich trotzdem sehr gerne.

Ich würde ja gerne ein wenig Mäuschen spielen, wieviele von euch heute vor dem Spiegel stehen 🙂 Traut euch – es lohnt sich und Vertraut dem Leben, auch und gerade wenn ihr subjektiv das Gefühl habt , das es schwer ist oder fällt.

Perspektive – eine kleine Metapher

Perspektive – eine kleine Metapher

Perspektive – diese kleine Metapher ist der Perspektive gewidmet. Der Möglichkeit sich einem “Problem” einer Aussage von mindestens zwei Seiten zu nähern.

Und zur Überraschung, es immer eine Frage der Perspektive was man sieht oder was man sehen möchte oder sogar will und nur kann.

Eines Tages nahm ein Mann seinen Sohn mit aufs Land, um ihm zu zeigen, wie arme Leute leben. Vater und Sohn verbrachten einen Tag und eine Nacht auf einer Farm einer sehr armen Familie. Als sie wieder zurückkehrten, fragte der Vater seinen Sohn: Wie war dieser Ausflug?

Sehr interessant! antwortete der Sohn. Und hast du gesehen, wie arm Menschen sein können? Oh ja, Vater, das habe ich gesehen. Was hast du also gelernt? fragte der Vater.

Und der Sohn antwortete: Ich habe gesehen, dass wir einen Hund haben und die Leute auf der Farm haben vier. Wir haben einen Swimmingpool, der bis zur Mitte unseres Gartens reicht, und sie haben einen See, der gar nicht mehr aufhört. Wir haben prächtige Lampen in unserem Garten und sie haben die Sterne. Unsere Terrasse reicht bis zum Vorgarten und sie haben den ganzen Horizont.

Der Vater war sprachlos. Und der Sohn fügte noch hinzu: Danke Vater, dass du mir gezeigt hast, wie arm wir sind.”

Muß man oder soll man nett sein ….

Muß man oder soll man nett sein ….

Mein Charakter wird sich nie ändern, auch mein großes Herz bleibt gleich. Aber ich werde nie wieder nett zu Menschen sein, die es nicht verdient haben

Geht euch das auch so?

Wer verdient es eigentlich nicht, dass man einen mag?
Woran machen wir es fest, dass wir nett zu einem Menschen sind? Was macht dieser Mensch, dass wir nicht mehr nett zu ihm sind?

Man muss Menschen mögen, aber doch nicht jeden, oder doch? Wie macht ihr das – seid ihr immer zu allen nett? Gibt es Ausnahmen, aber warum denn nur? Was haben die denn nur gemacht, dass ihr nicht mehr nett zu denen seid?

Ich bin sehr gespannt wer hier was reinschreibt 🙂

Und NETT ist in dem Fall nicht kleine Schwester von Schei…