Selbst und Vertrauen?

Selbst und Vertrauen?

Selbstvertrauen – ein Wort, das besonders bei Coachings oft zu hören ist. Aber was ist Selbstvertrauen, was muss man tun, um sich selbst  zu (ver)trauen und was sind die Vorteile?

Was ist Selbstvertrauen?

„Du brauchst mehr Selbstvertrauen, dann bist du erfolgreicher!“ „Wenn du mehr Selbstvertrauen hättest, könntest du dich besser durchsetzen“ – wie oft hören Sie solche oder ähnliche Sätze? Meisten bekommt man sie genau dann zu hören, wenn man darauf am besten verzichten könnte.

Selbstvertrauen scheint das Zaubermittel zu sein, um erfolgreicher zu werden: im Beruf – um die Karriereleiter (endlich) hinaufzusteigen, im Privatleben – um mit dem Partner auf gleicher Augenhöhe kommunizieren zu können, im Umgang mit den Kindern – damit sie uns liebevoll respektieren, bei Behörden usw…  Alles leicht gesagt, aber wie schaut es tatsächlich mit dem eigenen Selbstvertrauen aus?

Selbstvertrauen wird oft mit Selbstbewusstsein gleichgesetzt. Aber Selbstbewusstsein ist das Bewusstsein des eigenen Selbst. Sich seiner selbst bewusst sein ist Voraussetzung um mit anderen – Einzelpersonen oder auch Gruppen – interagieren zu können. Im Gegensatz dazu kann Selbstvertrauen als innere Souveränität bezeichnen. Das heißt, dass man auf seine Fähigkeiten, Talente und Kompetenzen vertraut und auch den Mut hat, diese einzusetzen. Interessanterweise wird in der englischen Sprache kein Unterschied zwischen Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen gemacht – hier existiert für beide das Wort „self-confidence“.

Selbstvertrauen für ein erfolgreiches Leben

Selbstvertrauen ist notwendig, um ein erfolgreiches, selbstbestimmtes und glückliches Leben führen zu können. Leider ist das oft nicht so einfach, denn es erfordert Mut, sich selbst Dinge zuzutrauen, sich auf seine Fähigkeiten zu verlassen und seine Möglichkeiten voll auszuschöpfen. Oft kommt dann Angst ins Spiel, ob man das überhaupt alles schafft, und Angst ist der größte Feind vor Selbstvertrauen. Zu viel Kritik, Demütigungen und Mobbing aber dem anderen nichts zuzutrauen (auch bekannt als „In Watte packen“ – häufig praktiziert von übervorsichtigen Eltern) führen dazu, dass sich Selbstvertrauen nicht entwickeln kann und Selbstzweifel die Macht über das eigene Leben übernehmen.

Das Wort Selbstvertrauen setzt sich aus „Selbst“ und „Vertrauen“ zusammen. Es geht also um das eigene Ich. Aber auch um das, ob Sie Ihrem Ich trauen und vertrauen sowie was Sie Ihrem Ich zutrauen. Um Selbstvertrauen zu haben, müssen Sie sich bewusst sein:

  • Wer bin ich?
  • Was bin ich?
  • Wieso bin ich?
  • Was mache ich mit meinen Selbst?

Vorteile von Selbstvertrauen

Welche Vorteile haben Sie, wenn Sie ein starkes Selbstvertrauen entwickelt? Menschen mit einem gesunden Selbstvertrauen fühlen sich für ihr Leben und ihren Erfolg verantwortlich und machen ihre Zufriedenheit nicht von anderen abhängig. Sie können besser mit Kritik und Ablehnung umgehen, aber auch mit Erfolg. Mit einem starken Selbstvertrauen stärken Sie Ihre Glaubwürdigkeit – sowohl in Ihrem beruflichem Umfeld als auch in Ihrer Familie. Und da Sie sich selbst vertrauen, werden auch andere Menschen Ihnen vertrauen. Wobei hier noch andere Faktoren wie Ehrlichkeit, Respekt, Wahrheit oder Loyalität eine große Rolle spielen. Prinzipiell ist zu sagen, dass Vertrauen viel mit Kommunikation zu hat  – und hier erwiesenermaßen die interpretationsfreie Kommunikation zum Erfolg führt. Selbstvertrauen fördert Ihre Beziehungen, egal ob es sich um private oder geschäftliche handelt. Durch das Vertrauen in die eigenen Kompetenzen, Fähigkeiten und Talente können Sie andere Menschen inspirieren und durch selbstbewussten Handeln wird vieles leichter – man muss es nur tun.

Grundformen von Vertrauen

Selbst-Vertrauen setzt sich aus Integrität, Antrieb und Talent zusammen. Stellen Sie sich die folgenden Fragen und beantworten sie – ganz ehrlich:

Integrität:

Sind Sie echt? Sind Sie authentisch? Werden Sie wieder Sie selbst!

Antrieb:

Welche Ziele haben Sie – unbewusst und bewusst? Was ist ihr Motor der Sie antreibt?

Talente:

Nutzen Sie den Tag? Lernen Sie Chancen zu erkennen!

Schreiben Sie Ihre Antworten auf und stellen Sie sich Ihrem Selbst. Was ist wirklich rausgekommen? Scheinwelt oder Realität? Basis für ein starkes Selbstvertrauen ist nämlich, dass Sie Verantwortung für Ihr Leben übernehmen. Und eines sollten Sie sich immer klar sein; Nobody is perfect! Auch wenn Sie feststellen, dass Ihnen immer wieder Fehler passieren, dass ist kein Grund zum verzweifeln – Fehler sind Helfer!

Grenzenloses Vertrauen erwirbt man nur durch Erfahrung und den unerschütterlichen Glauben an sich SELBST und an das, was man macht und tut.

Inspiration – darüber könnten Sie einmal nachdenken:

  • Was bedeutet für Sie Vertrauen?
  • Warum ist Vertrauen zu haben so wichtig?
  • Woran erkennen Sie, dass Sie Vertrauen haben?
  • Woran erkennen ihre Freunde, dass man ihnen vertrauen kann?
  • Welche Talente / Charaktereigenschaften haben Menschen, denen Sie vertrauen?

Und wenn Sie sich schon fragen wer Sie sind und ob Sie sich Selbst Vertrauen können

fragen Sie sich auch ob es auch wirklich zu 100 Prozent stimmt. Sollte das nicht der Fall sein,  dann rufen Sie lieber einen Coach ihres Vetrauens an, damit der mit Ihnen wieder das “Selbst” Ihrers Vetrauens wieder herstellen und festigen kann.

Ohne Selbstvertrauen geht eigentlich nichts im Leben: kein Mut, keine Motivation, kein Vorwärtskommen. Zögern Sie nicht – es geht um Ihr Leben. Denn mit Selbstvertrauen gibt es kein Drama mehr.

Sich SELBST coachen? Geht das? – Eine Möglichkeit

Sich SELBST coachen? Geht das? – Eine Möglichkeit

Immer wieder fragen mich Menschen: “Wieso erreiche ich meine Ziele nicht? Eigentlich habe ich doch alles getan, um genau diese, meine Ziele zu erreichen!” Ich kann sehen, wie sie dabei innerlich an einen Ort gehen, wo nicht selten Frust, Hilflosigkeit, Wut oder Enttäuschung liegen.

Nun, es gibt keine einfache Antwort auf diese Frage. Oder ich weiß sie nicht. Da die Gründe dafür meiner Erfahrung nach vielseitig und individuell sehr unterschiedlich sind, habe ich hier eine kleine Checkliste für all jene Menschen zusammengestellt, die weiterkommen wollen.

Im Coaching geht es unter anderem auch darum, bestimmte Ziele – beruflich wie privat – zu erreichen. Das können persönliche Ziele sein, oder auch materielle Ziele. Das können Ergebnisziele (WAS Sie erreichen wollen) oder Prozessziele sein (WIE Sie etwas tun und erreichen und sich selbst dabei erleben wollen). Ziele fallen auf jeden Fall immer in die Bereiche: Haben, Tun und Sein. Hier ist sie nun, die Checkliste, die Ihnen dabei hilft, Ziele zu erreichen, statt nur darüber nachzudenken.

1. Kennen Sie Ihr Ziel?
a) Haben Sie Ihr Ziel formuliert?
b) Ist es klar, deutlich und in Gegenwartsform formuliert? (hilft unserem Unbewussten ein klares Bild vom Ziel zu haben)
c) Ist es realistisch und passt das Erreichen Ihres Zieles in Ihr Lebensmodell?

2. Glauben Sie daran, dass Sie Ihr Ziel erreichen können?
a) Wirklich, glauben Sie daran Ihr Ziel erreichen zu können? Achten Sie auf die Reaktion in ihrem Körper.
Oftmals gibt es nämlich rational eine Antwort die “Ja” lautet, aber unbewusst eine Reaktion, die Widerstand enthält. Deshalb die nächste Frage…
b) Gibt es irgendwelche Einwände, die gegen das Erreichen Ihres Zieles sprechen? (z.B.: Wenn Sie glauben, Sie würden Ihre Freunde verlieren, wenn Sie jetzt beruflich erfolgreich werden, wird Ihr Unbewusstes Ihr Streben nach Erfolg in entscheidenden Momenten eventuell sabotieren.)

3. Haben Sie die richtige Strategie?
Egal wie motiviert, wie ausgerüstet und vorbereitet Sie sind, wenn Sie einen Sonnenaufgang sehen wollen und sagen: “Meine Strategie ist es Richtung Westen zu laufen!” werden Sie Ihr Ziel nie erreichen. Also fragen Sie sich jetzt, wenn 1. und 2. geklärt sind:

a) Habe ich eine Strategie, die erwiesenermaßen zu Erfolg führt? Haben andere Menschen mit dieser Strategie Erfolg oder Mißerfolg?
b) Welche Strategien, Kompetenzen und Fähigkeiten brauche ich noch, um mein Ziel zu erlangen?

4. Haben Sie ein System, dass Sie unterstützt und bestärkt?
Kleine Ziele können schnell erreicht werden. Große Ziele benötigen verschiedene Schritte.

a) Kenne ich die Schritte zum Ziel? Habe ich diese Schritte in machbare Aufgaben eingeteilt?
b) Habe ich einen Plan, der mir hilft, das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren, während ich kleine Schritte mache?
c) Welche Menschen können mich dabei unterstützen meinen Weg zu gehen? Habe ich sie schon gebeten mir zu helfen?
d) Feedback: Wie stelle ich sicher, dass ich auf dem richtigen Weg bin?

Wenn Sie alle diese Dinge positiv beantwortet haben und weiterhin spüren, dass dieses Ziel für Sie das richtige Ergebnis ist, dann legen Sie los. Seien Sie ausdauernd, vergewissern Sie sich, dass Sie die notwendige Unterstützung haben und lassen Sie sich von Hindernissen und Schwierigkeiten nicht entmutigen. Nehmen Sie aufkommende Schwierigkeiten als Beweis dafür, dass Sie tatsächlich in Bewegung sind.

Diese Checkliste kann auf jede Art von Ziel (emotional, mental, materiell, körperlich) übertragen werden.

NEID – Volkskrankheit?

NEID – Volkskrankheit?

Kann man das wegmachen?

Ich treffe immer wieder Menschen in meinem Alltag und Job, die mit Neid zu kämpfen haben oder von neidischen Menschen umgeben sind. Aber was versteht man unter Neid?

Wikipedia definiert Neid folgendermaßen: “Unter Neid versteht man das moralisch vorwerfbare, gefühlsmäßige (also emotionale) Verübeln der Besserstellung konkreter Anderer. Neid entsteht aus Schwäche, Kleinmut, mangelndem Selbstvertrauen, selbstempfundener Unterlegenheit und überspanntem Ehrgeiz, deswegen verbirgt der Neider seinen unschönen Charakterzug schamhaft. Er lehnt lauthals ab, es dem Beneideten gleichzutun. […] geht es ihm an den Kragen, genießt der Neider stille Schadenfreude.“

Das ist jetzt doch mal harter Tobak wie man so sagt. Hat nicht jeder von uns mit Neid und seinen verschiedenen Formen zu kämpfen? Wer ist denn bitte frei von Neid und ist sich wirklich zu 100 Prozent sicher, dass das so ist?

Zu 100 Prozent neidfrei. Dass es das wirklich gibt, kann ich kaum glauben. Also selbst ich ertappe mich manchmal dabei, dass ich neidisch bin. Dann frage ich mich aber auch immer wieder Folgendes:

  • Was ist das bitte, warum ich gerade jetzt neidisch werde?
  • Will ich das etwa auch haben?
  • Kann ich mal wieder nicht gönnen? Dürfen andere denn nicht auch erfolgreich sein?
  • Geht es mir vielleicht sogar darum, dass ich es zwar gönne, aber der Mensch mir unsympathisch erscheint oder gar – in meinen Augen – ist?
  • Packt mich der Ehrgeiz?
  • Bin ich ein schlechter Mensch, dass der Neid in mir kocht oder hoch kommt?

Das und noch viel mehr sind Fragen, denen kann man sich stellen, muss man aber nicht. Kann sinnvoll sein, muss aber nicht.

Meine wichtigste Frage, die ich mir dann gerne stelle, ist: Was ist es ganz genau? Was ist der Auslöser für Neid in mir?

Und die zweite Frage: Wieso kann ich nicht gönnen?

Neid ist die höchste Form der Anerkennung, so sagt man im berühmten Volksmund. Also warum oder wieso kann man dann nicht gönnen, oder will vielleicht gar nicht gönnen?

Ähnlich ist der Begriff der Missgunst. Fehlt es am ethischen Vorwurf, spricht man auch von Unbehagen gegenüber Vorteilen anderer (Besitz, Status, Privilegien), die man selbst nicht hat. F

Freuen Sie sich, dass Sie eine Emotion wie Neid besitzen. Es ist ein Teil von Ihnen und Ihrer Persönlichkeit. Neid kann eine Motivation sein, etwas zu erreichen, was andere schon haben. Und Neid ist super, wenn Sie auch “gönnen” können. Eine wunderschöne Sache, dass mit dem Gönnen. Das schüttet nämlich das Glücksgefühlhormon Serotonin aus. Und das beflügelt uns. Also gönnen Sie einfach mehr. Und glaube Sie mir, Neid ist was ganz Alltägliches.

Ich weiß nicht mehr weiter —– Teil 2

Ich weiß nicht mehr weiter —– Teil 2

Nehmen Sie dazu die Bilder, die ich bereits am Anfang (also in Teil 1) beschrieben habe oder die Bilder, die entstanden sind, während Sie sich mit Ihren Gefühlen befassen. Entwickeln Sie daraus für sich eine Strategie. Manche nennen das auch Überlebensstrategie. Egal wie Sie das nennen, machen Sie es einfach. Menschen die in einer auf den ersten Blick verfahrenen Situation stecken, sollten alles probieren. Sie wissen nie ob es nicht wirklich funktioniert.

Das Gute – aber auch gleichzeitig das Problem – daran ist, dass nur Sie alleine etwas an Ihrer Situation ändern können. Die Umstände sind nicht immer einfach. Die Umstände zwingen einen manchmal sogar Dinge zu tun, die man unter normalen Umständen gar nicht machen würde oder machen möchte. Es geht aber um Ihr Überleben, es geht um Ihre Existenz. Es geht um Ihr persönliches „Lebensloch“, dass nur Sie wieder schließen können.

Es gibt in einer solchen Situation kein Patenrezept, da jeder Mensch anders ist und individuelle Lösungsansätze hat. Das macht es auch so schwierig, Patentrezepte anzubieten.

• Sie müssen

• Sie können

• Sie dürfen

• Sie sollten

• Sie hätten machen können

…… wenn Sie betroffen sind, Ihr eigenes Rezept herausfinden, Ihre eigene Strategie entwickeln. Achten Sie bitte nur darauf, dass Sie in Bewegung bleiben und Ihr Stillstand nicht zu lange andauert. Je länger Sie wegschauen und nichts tun desto schwieriger wird es, da wieder raus zu kommen und das Problem zu lösen.

Erstellen Sie Ihr Rezept, machen Sie einen Plan, achten Sie auf Ihre Strategie – und setzen Sie einfach alles um. Halten Sie sich dran, checken Sie immer wieder alles ab. Nur dann hat Ihre Idee, Ihre Vision Aussicht auf Erfolg.

Sie schaffen das, wenn Sie an sich selbst glauben und sich nicht zum Objekt der Umstände machen lassen. Ich weiß, dass es verdammt schwer sein kann, diesen Weg zu gehen.

Sie werden sich vielleicht fragen, woher ich das weiß? Glauben Sie mir: Aus eigener Erfahrung und aus der meiner Klienten. Und denken Sie immer daran: wenn Sie es nicht ändern, wer soll es dann machen. „Lebens-Löcher“ kann man aber immer wieder auffüllen und darauf ein Fundament errichten. Und noch viel mehr.

Emotionen darf man und soll man erleben, auch wenn es um Angst, Mutlosigkeit, Trauer oder Scham geht. Emotionen wollen uns was sagen. Das einzige, was man tun soll ist immer gut zuzuhören. Strategien entstehen im Kopf und auf dem Papier und haben nur Aussicht auf Erfolg, wenn man ihnen genügend Platz in der eigenen emotionalen Welt gibt.

Und noch ein Hinweis: Einsamkeit muss nicht bedeutet, keine Freunde zu haben. Einsamkeit mit Freunden und lieb gewonnenen Menschen geht auch.

Ich möchte Ihnen folgendes mitgeben: Glauben Sie an sich und Ihr Leben. Leben Sie Ihr Leben und versuchen Sie sich nicht zu sehr von den Umständen beeinflussen zu lassen.

Alles ist möglich, alles wird immer besser – wenn Sie es nur wollen und es dann auch umsetzen. Scham ist falscher Stolz und führt zu noch mehr Ohnmacht – schauen Sie was Sie statt dessen machen könnten. Und holen Sie sich Unterstützung von Außen, von einem Coach oder Therapeuten.

Externe Beratung kann Sie dabei unterstützen, das Problem leichter und besser zu erkennen und die Situation einfacher zu bewältigen.

Übrigens: Ich weiß jetzt etwas mehr und wie es weiter gehen wird. Ich hoffe Sie auch 🙂

Wahrnehmungsexperte zum Thema Hoeneß

Wahrnehmungsexperte zum Thema Hoeneß

Wahrnehmungsexperte zum Thema Hoeneß

Alexander Maria Faßbender als Experte für Wahrnehmung im Gespräch

München – Alexander Maria Faßbender ist Experte für Wahrnehmung. Er nimmt Dinge wahr,vdie Andere nicht sehen, sehen wollen oder können. Er sucht nicht, aber er findet. Für ihn sind Menschen wie offenes Buch.
So wurde er im Rahmen mehrere Befragung auch zum Thema: Hoeneß gefragt.

Die Presse schreibt dieser Tage: “Der George Soros vom Tegernsee in Bedrängnis. Es wird jeden Tag schlimmer: Eine Steuerfahnderin präsentiert eine detaillierte Liste über die Einkünfte von Uli Hoeneß. Er soll sogar 27,2 Millionen Euro an Steuern hinterzogen haben – mindestens. Und stündlich wächst die Steuerschuld…” Den Rest spare ich mir hier. Ich werde mich auch nicht zu rechtlichen Fragen äußern. Ich wurde danach befragt: Wie ist das Verhalten erklärbar? Ist es echt? Schwindelt er wirklich? Und einiges mehr…

Ulli Hoeneß steht aus meiner Sicht ziemlich unter Strom, angespannt, sehr konzentriert und versucht keinen Fehler zu machen. Ich betrachte ihn als Machtmenschen, der von dem, was er macht, fest überzeugt ist. Für ihn ist das ganze noch ein Spiel. Ein Spiel, dass das Leben zwar schreibt – er aber fest davon überzeugt ist, dass er es mitschreiben kann. Gestern konnte man sehr gut erkennen, dass ihm etwas bewusst geworden ist, welches Ausmaß seine Spielsucht vielleicht hattte.

Ich bin fest davon überzeugt, dass er sich nie bewusst war, was er da gemacht hat. Er hat es einfach gemacht, weil er das nie ernst genommen hat. Es ist ihm alles peinlich was da passiert und er würde sehr gerne alles endlich hinter sich lassen und lieber etwas anderes unternehmen. Sein Verhalten zeigt einen Menschen, der aus seinem persönlichen Alptraum aufwachen möchte. Seine körperliche Belastung ist derzeit enorm, was man sehr gut an seiner Körperverfärbung erkennen kann. Und das was er sagt , ist für ihn seine Wahrheit. Es ist seine Welt die er in all den Jahren aufgebaut hat.

Ich habe Ulli Hoeneß anhand von diversen Interviews analysiert – lange vor dem Prozess und natürlich auch Aufnahmen jetzt während des Prozesses und auch weiteres Filmmaterial. Ulli Hoeneß ist ein normaler Fall. Er ist bei etwas Verbotenem erwischt worden und das ist ihm bewusst – er hat es aber bis dato nicht so empfunden. Wie ein kleines Kind , dass beim Lügen erwischt worden ist, so ist sein Verhalten. Ich befürchte, dass rein menschlich gesehen, Ulli Hoeneß erst merken wird um was es hier wirklich geht, wenn das Urteil gesprochen worden ist. Sollte das Urteil Freispruch lauten oder auf Bewährung wird er sich als eine Art von Sieger fühlen oder so gerade mit einem blauen Auge davon gekommen sei. Wird er verurteilt wird er wohl aus meiner Sicht in ein EXTREM tiefes Tal fallen.

Ulli Hoeneß gehört zu der Generation die mit dem Thema aufgewachsen sind: Pflanze einen Baum, zeuge ein Kind und baue ein Haus und so weiter …. alles wird gerade zerstört – sein Boden wird ihm unter den Füßen weggezogen. Das ist psychologisch gesehen ein Fiasko und eine enorme Belastung.

Wie gesagt ich habe ein Profil und meine Einschätzung abgegeben und menschlich gesehen ist das gerade keine leichte Situation, in die er sich natürlich selber reingebracht hat. Als #Coach <https://www.facebook.com/hashtag/coach> sage ich ganz ehrlich, eine riesige Herausforderung mit einem solchen Kunden zu Arbeiten.

Nachtrag: Nach der Verkündigung des Urteils und deren Rechtskraft. U.H. sammelt Kraft und wird sich von Tag zu Tag bewusster, was da wirklich passiert. Er zeigt wahrhaftige Größe und steht zu dem – wie ich es auch gesagt hatte. Er wird sich dem stellen, weil er ein Ziel verfolgt – Ende der Haft und wieder frei. Ich glaube daran , dass U.H wieder kommen wird und noch gefestigter sein wird als zuvor. Das sieht man schon jetzt sehr schön an seiner Körpersprache. Er bereitet sich akribisch auf die Zeit im Gefängnis vor – er wird nichts dem Zufall überlassen wollen. Die wenigen Bilder die es gerade gibt sind sehr beeindruckend.

Sollte Ulli Hoeneß einen Coach brauchen – ich stehe bereit. Es wäre ein spannender und sehr bewegender Fall.

Entschuldigung – für was bitte

Entschuldigung – für was bitte

Entschuldigung – für was bitte

Es ist ein einfaches Konzept, welches jedoch auch früher oder später konfrontierend wird: Die “Keine Entschuldigungen”-Philosophie.

Der Grund dafür ist denkbar einfach: Entschuldigungen erscheinen legitim und auch real und so mancher Grund ist wirklich gut, warum wir etwas nicht erreicht oder geschafft haben.

Aber letztlich bleiben zwei Fakten: Es gibt eine Erklärung und kein Ergebnis. Und auf Dauer ist es für niemanden zufriedenstellend, keine Ergebnisse zu haben (dafür aber viele Erklärungen).

Am einfachsten ist dieses Prinzip nachvollziehbar, wenn uns selbst jemand eine Erklärung anstelle eines Ergebnisses liefert. Der alte Bekannte, der wiederholt zu spät kommt, die Kollegin, die schon wieder über ihre Zipperlein quengelt oder man selbst mit so vielen Gründen, warum man gerade heute nicht motiviert war, dies oder jenes zu erledigen. Interessanterweise sind wir bei uns selbst meistens viel “geduldiger” als bei anderen Menschen, wo wir dieses fehlgeleitete Konzept schnell durchschauen und weniger tolerieren.

Natürlich ist es nicht immer leicht, es sich selbst einzugestehen. Und eine persönliche Einstellung mit “Keine Entschuldigungen” ist nicht leicht sofort umzusetzen. Eine Reduzierung wäre ein erster Schritt, ganz besonders in Bereichen, wo Sie vielleicht schon immer voran kommen wollten, es aber “irgendwie” bislang nicht geschafft haben.

  • Würde
  • Hätte
  • Sollte
  • Könnte
  • Aber
  • Eigentlich
  • Vielleicht
  • Unter Umständen

gib niemanden die Schuld – erwarte nichts – tue einfach etwas.

 

 

Hier dazu auch das passende Video auf meinem Vlog –