Was hat ein Hofnarr mit Coaching zu tun? – Interview Impuls – Magazin

Was hat ein Hofnarr mit Coaching zu tun? – Interview Impuls – Magazin

Was hat ein Hofnarr mit Coaching zu tun?

„Inspiration for life“ so einfach und zugleich genial fasst einer der bekannteste deutschsprachigen Coaching Experten, Alexander Maria Faßbender, seine Arbeit in Worte. Aber wer ist Alexander Maria Faßbender wirklich? Was steckt hinter seinem Erfolgskonzept, das schon so vielen Menschen geholfen hat, „Ihren“ Weg in eine erfüllte , glücklichere Zukunft zu finden?

Auf den ersten Blick wirkt er sehr sympathisch, ruhig, ja beinahe so ein Schwiegermutter Typ, dem man gerne alles erzählt. Aber wer ihn einmal auf der Bühne erlebt hat, der weis, dass das nur die Spitze des Eisberges ist. Alexander Maria Faßbender ist ein inspirierender, kreativer, empathischer Coach und Speaker, der es versteht innerhalb kürzester Zeit zu, für den Teilnehmer oft unerwartet einfachen Lösungen zu kommen. In diesen Momenten versteht man, warum er in der Branche von den Kollegen respektvoll als „kreatives und sehr sympathisches Monster“ bezeichnet wird.

Auf die Frage, was Coaching genau ist und wer sich coachen lässt, erklärt uns Alexander Maria Faßbender: „Coaching ist eine empathisch ablaufende, interaktive Kommunikation mit einer zweiten Person, in der es meistens um deren zielorientierte Persönlichkeitsentwicklung, d.h. eine Änderung oder Veränderung geht. Im Prinzip ist Coaching: „Alles oder Nichts“.

Bisher war Coaching eher ein Begriff im Sport und Management, doch in den letzten Jahren hat sich dies Gott sei Dank sehr gewandelt. Trotzdem wird Coaching auch heute noch meistens mit Business in einen Topf geworfen. Da findet man dann hauptsächlich die klassischen Business Coachings wie Zeitmanagement, Umgang mit Stress, Kommunikation im Umgang mit Kollegen, uvm. Aber auch Themen, wie kann ich an frühere Erfolge anknüpfen oder wie kann ich noch erfolgreicher werden, haben nach wie vor einen starken Zulauf.

Alexander Maria Faßbender® warnt vor dieser einseitigen Betrachtungsweise. Er ist überzeugt davon, dass Körper, Geist und Seele eine Einheit bilden. Unter diesem Aspekt sollte der Mensch als Ganzes betrachtet werden und die eigene Betrachtung dadurch beschränken, in dem er sie in Business und Privat aufteilt.

Daher ist es besonders erfreulich, dass die Coachings im privaten Bereich in den letzten Jahren stark zugenommen haben. Extreme Anforderungen, hoher Druck, Existenzangst, Orientierungslosigkeit, Beziehungsprobleme, aber auch die Frage nach dem Sinn des Lebens oder der Wunsch nach mehr Erfolg und Lebensfreude bringt zunehmend mehr Menschen dazu, sich coachen zu lassen. Früher hat man viele Dinge als unveränderlich hingenommen. Selten gab es jemanden an den man sich hätte wenden können, wenn die Unterstützung nicht aus der Familie oder dem näheren Lebensumfeld kam. Heute gibt es professionelle und vor allem objektive Coaches, wie Alexander Maria Faßbender®, an die man sich wenden kann. Dies ist zum einen bequem und hat den Vorteil, dass man an sich arbeiten kann, ohne das nähere Umfeld über die vermeintlich eigenen Schwächen informieren zu müssen.

So vielfältig und individuell wie die Menschen sind auch deren Gründe sich an einen Coach zu wenden. Dabei können die Probleme die es zu lösen gilt völlig verschieden sein. Dies hängt oft damit zusammen, aus welchem Umfeld jemand kommt. Die einen suchen nach Lösungen um ihre Beziehung oder ihren Arbeitsalltag zu verbessern, wiederum andere haben Fragen, wie gehe ich eigentlich mit großem Erfolg um, wie mit plötzlicher Medienpräsenz, was machen ich wenn ich plötzlich viel Geld zur Verfügung habe. Wildfremde Menschen kommen auf mich zu, wie kann ich mich davon schützen? Bis hin zu banalen Dingen wie, kaufe ich mir einen Porsche oder lieber einen Ferrari. Ein 22-jährige Frau zum Beispiel kam mit dem Wunsch, dass es nicht mehr als 5.000 Euro ausgeben möchte aber meistens 10.000 ausgibt. Nach 10 Std. war das “Problem” gelöst, jetzt gibt sie nur noch ca. 2.500 Euro aus. Auch wenn uns das überzogen und verrückt erscheint, für diese junge Frau war es tatsächlich ein Problem und sie freut sich heute über den erfolgreichen Verlauf des Coachings.

Das Besondere an der Arbeit von Alexander Maria Faßbender® ist, dass sein Coaching genauso einzigartig ist, wie der Mensch, den er coacht. Er sucht nach Lösungen, die bereits im Kunden stecken, ohne dass es diesem bewusst ist. Wie einst der Hofnarr, hält der Coach dem Coachee einen Spiegel vor und regt ihn somit zum nachdenken über sich selbst an. Sobald diese Selbstreflexion einsetzt, können auch Schritt für Schritt die Lösungsansätze herausgearbeitet werden. Das Coaching ist dabei interdisziplinär und läuft bei Frauen wie Männern stets auf der Identitätsebene ab.

Dabei gibt es grundlegende Unterschiede im Coaching von Frauen und Männern. Während Frauen sich meist aus eigenem Antrieb in ein Coaching begeben, ist die Zahl der Männer, die von ihren Partnerinnen oder anderen Bezugspersonen geschickt werden deutlich höher. Auch sind Frauen zu Beginn weitaus kommunikativer und emotionaler, während man Männern anfänglich nahezu jedes Wort aus der Nase ziehen muss. Interessant ist, dass sich diese Situation im Laufe des Coachings dreht. Plötzlich sind die Männer viel kommunikativer, entdecken ihre Emotionalität und ihr Wesen fängt an sich zu verändern. Bei vielen kommt die Frage auf, wann ist ein Mann ein Mann und wann darf er ein Mann sein. Bei Frauen die anfänglich viel geredet haben, erhöht sich die Qualität ihrer Mitteilung und auf ihre Emotionen bezogen, bekommen sie noch mehr Tiefgang.

Wir wollen von AMF wissen, ob es einen Unterschied zwischen Privat und Business gibt. „Eigentlich nicht. Es begründet sich dahingehend, früher konnte man noch unterscheiden das bin ich privat, das bin ich im Job. Heute ist das nicht mehr so. Wenn ich mich im Job beschissen fühle, dann hat das Konsequenzen und direkte Auswirkungen im Privatleben oder umgekehrt. Es gibt keinen wirklichen Unterschied mehr. Leider haben viele Menschen dies noch nicht verstanden und halten immer noch an der Trennung zwischen Privat und Business fest. Ein eklatanter Fehler, denn man muss sich selbst als ein komplettes System verstehen, in dem jedes Rädchen eine Funktion hat und nur das Zusammenwirken aller Rädchen das System am Laufen hält, wie ein exzellentes Uhrwerk.

Doch welche Fähigkeiten braucht ein guter Coach? Das Wichtigste ist, er muss eine eigene Identität haben, muss selbst wissen wer er ist und was los ist. Sehr wichtig ist auch die ständige Selbstreflexion, zu der sich Werte wie Sympathie, Empathie, Selbstvertrauen und Vertrauen generell, Intuition, sicheres Auftreten, Lebens- und Berufserfahrung. Basis des Ganzen ist eine solide Ausbildung, während der man eine Vielzahl von Werkzeugen und Fähigkeiten erlernt, durch die man effizientere Ergebnisse für seine Kunden erzielen kann. Theoretisch kann jeder Coach werden, der die vorgenannten Voraussetzungen erfüllt, vorausgesetzt er erfüllt die Grundvoraussetzung: Talent und Begeisterung für Menschen zu haben.

Obwohl AMF ein gefragter Coach ist, bestätigt er uns, dass man ihn relativ einfach über www.alexander-maria-fassbender.de oder über fassbender@alexander-maria-fassbender.de kontaktieren kann. In einem ersten Gespräch findet er dann gemeinsam mit ihnen sehr schnell heraus, ob, wie und wann er helfen kann. Er lehnt aber auch ab, wenn er keinen guten Draht aufbauen kann, oder es einfach nicht sein Thema ist.

Zum Schluss wollten wir noch wissen, was ein Coach privat macht? Seine Augen bekommen einen träumerischen Ausdruck, als er uns von seiner Tochter, seiner Hündin, vom Lesen und den besonderen Lebensmomente erzählt. Es ist wichtig den Moment zu Leben, den dieser kommt – nie genauso wieder.

Für Sie liebe Leser haben wir AMF noch um eine Übung gebeten, die Sie selbst zu Hause machen können.

Stellen Sie sich vor, Sie hätten nur noch 1 Woche zu leben.

Was würden Sie gerne noch erleben wollen? (Hierzu maximal 4 Punkte aufschreiben)
Von welchen drei Personen möchte ich mich auf alle Fälle noch verabschieden?
Mit welchen drei Personen möchte ich mich aussöhnen?
Wenn sie diese Liste/Punkte aufgeschrieben haben, dann fragen sie sich bitte:

Warum musste es soweit kommen, dass ich mich damit beschäftige?

Das Gespräch/Interview wurde von “Impuls” durchgeführt.

Space Coach® ist das NEUE Coaching – Artikel Wirtschaftsmagazin

Space Coach® ist das NEUE Coaching – Artikel Wirtschaftsmagazin

Was macht denn nun ein Space Coach?

Alexander Maria Faßbender: Die Space Coach Academy arbeitet mit Personen, die Extremsituationen ausgesetzt sind. Mittels eines speziell entwickelten mentalpsychocoachologischen© Programms bereiten wir Space Touristen so vor, dass sie wissen, was auf sie zu kommt, wenn sie sich auf den Weg ins Weltall oder den suborbitalen Raum machen.

Gibt es schon Space Touristen, wie funktioniert Space Tourismus?

Alexander Maria Faßbender: Wir haben mit 155 Personen, die sich für Flüge interessieren, bereits gearbeitet und insgesamt 40 Space Coaches ausgebildet. Ich rechne damit, dass Ende 2018/Anfang 2019 die ersten Flüge starten und man ab Ende 2019 regelmäßig fliegen kann. Bisher wurden bereits 5.800 Tickets bei diversen Anbietern verkauft. Überschlagsmaessig kann man sagen, dass ein Flug zwischen 150.000 € und 300.000 € kostet, hinzukommen die Kosten der Trainings zur Vorbereitung wie beispielsweise auch dem Unseren. Insgesamt dauert der Flug 60 – 90 Minuten, davon befindet man sich circa zehn Minuten im suborbitalen Raum. Es ist ein außergewöhnliches Abenteuer und eine Grenzerfahrung, daher bedarf es mentaler Festigkeit, um es auch geniessen zu können.

In der Zusammenarbeit mit Astronauten und Space Touristen hat sich herausgestellt, dass dieses Programm auch durchaus auf der Erde anwendbar ist – nämlich im Unternehmensbereich.

Alexander Maria Faßbender: Astronauten sind Extremsituationen ausgesetzt, um diese zu bewältigen müssen sie gewisse Eigenschaften nicht nur mitbringen sondern auch vertiefen. Abgesehen von der körperlichen Fitness – ein gesunder Geist in einem gesunden Körper ist hier noch viel wichtiger als bei jedem anderen Menschen – sind Eigenschaften wie Pioniergeist, Neugier, Entscheidungsfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein ebenso wichtig wie Stressfreiheit, Disziplin, Mut, Genauigkeit und Respekt. Astronauten brauchen nicht nur Fachwissen, sie müssen multitaskingfähig sein und sich vieles von Bereichen aneignen, von denen sie keine Ahnung haben. Sie müssen lernfähig sein, aber vor allem auch schnell lernen.

An Manager werden dieselben Anforderungen gestellt. Angefangen bei Körper und Geist – wenn ein Manager 1,70 Meter groß ist und 120 Kilo wiegt, dann schleppt er etwas mit sich. Warum er dick ist, spielt überhaupt keine Rolle. Fakt ist, er ist allein wegen der Gewichtsklasse weniger mobil und weniger geistig fit. Das heißt, er kann die Leistung, die er erbringen muss, nur mit einem energetischen Mehraufwand erbringen, als jemand der beispielsweise eine Idealfigur hat.

Das würde bedeuten, dass alle übergewichtigen Manager eine Abmagerungskur machen müssen?

Alexander Maria Faßbender: Für uns bedeutet das, daß wir ganz andere Trainings machen oder Coachings führen, damit der Mann überhaupt in der Lage ist, die Balance zu finden um Höchstleistungen bringen zu können. Eine weitere Analogie zu Manageranforderungen ergibt sich im Bereich Entscheidungen zu treffen. Astronauten sind vielseitig und lernen von Anfang an Bauch- und Kopfentscheidungen zu verbinden. Einen Manager muss man in der Regel trainieren, dass er endlich mal zu seinen Emotionen steht und diese auch in seiner Entscheidung einbezieht. Nur rationale Entscheidungen zu treffen ist immer der verkehrteste Weg, denn letztendlich sind wir alle irgendwann emotional betroffen. Auf der Erde und vor allem in Führungspositionen wird gerne zwischen beruflich und privat unterschieden. Aber das kann man nicht unterscheiden. Führungskräfte müssen lernen, daß beruflich und privat immer eine Person ist, nämlich sie selber. Wenn diese Akzeptanz eingetreten ist, dann können wir auch mit dem Programm helfen und Raum schaffen.

Wenn man sich in einer Extremsituation, wie dem Weltall, befindet, kann jede Art von Handlung lebensentscheidend sein. Wie sieht die Vorbereitung darauf aus?

Alexander Maria Faßbender: Astronauten bereiten sich sehr intensiv auf diese Ausnahmesituation vor, da sie sich kaum Fehler leisten können. Sie sind darauf fixiert ihren Job da draußen besser als möglich zu machen. Das ist genau das, worum es letztendlich geht. Astronauten können bessere Entscheidungen treffen, weil sie wissen, sie müssen diese Entscheidung treffen. Manager neigen oft dazu, Entscheidungen hinauszuzögern, die ‘ich schlaf mal eine Nacht drüber’ Mentalität bringt Unternehmen oft zum Erlahmen. Astronauten haben diese Zeit nicht. Sie müssen eine Entscheidung sofort treffen. Diese Entscheidung hat Konsequenzen. Also müssen sie verantwortungsvoller entscheiden. Zusätzlich gibt es eine ganz andere Fehlerkultur – das ist kein Luxus – die muss es geben. Im All ist man froh, wenn jemand einen Fehler gefunden hat, denn der kann keinen Schaden mehr anrichten – sprich Leben gefährden. Daher gibt es oft Belohnungen für das Finden von Fehlern, das geht tatsächlich soweit, dass der Finder mit einem Vodka Shot belohnt wird (der Platz ist knapp da oben, Alkohol zählt zu Genüssen, die es nicht oft gibt).

Belohnungen statt Vertuschung wenn Fehler gefunden werden, das täte uns auf der Erde auch gut.

Alexander Maria Faßbender: Ganz bestimmt sogar. Es muss nur der Blickwinkel im Kopf geändert werden. Wenn man die Buchstaben aus ‘Fehler’ durchmischt kommt ‘Helfer’ heraus und das ist es tatsächlich. Nämlich die Hilfe etwas besser zu machen oder Schlimmeres zu vermeiden. Im Raumschiff einen Fehler zu finden bedeutet, möglicherweise das Leben aller gerettet zu haben. Daher wird ständig nach Fehlern gesucht und der Fund belohnt und gefeiert. Aber das Entscheidende ist ja: Lernen wir aus diesem Fehler? und das Zweite ist: „Wie geht man mit dem Fehler um? Haben wir den Fehler nur bemerkt, oder haben wir auch die Lösung?“ Und das ist der springende Punkt, der die Fehlerkultur im Weltall prägt. Das Fehler finden ist sofort mit dem Lösungsansatz verknüpft, anders geht es in dieser Extremsituation gar nicht.

Wenn wir diesen Gedanken des ganzheitlichen Zusammenhangs auf die Erde umlegen und danach handeln, hätten wir ganz andere Unternehmenskulturen.

http://space-coach-academy.com

Spieglein , Spieglein an(gst) der Wand – Stress mich nicht

Spieglein , Spieglein an(gst) der Wand – Stress mich nicht

Nachdem ich in einem meiner letzten Artikel über den Sinn von Stress geschrieben habe und über die Möglichkeiten, mit diesen Situationen konstruktiv umzugehen, möchte ich das Thema heute einmal aus einer eher analytischen Perspektive betrachten und fragen: Wo liegen die Ursachen von Stress? Warum sind wir in der einen Situation gestresst, während uns andere Dinge kalt lassen? Was kann Stress über unsere Persönlichkeit aussagen?

Mit dem Begriff Stress bezeichnen wir andauernde oder sich häufig wiederholende Belastungen des menschlichen Organismus. Stress erzeugt körperliche Abwehrreaktionen, die hauptsächlich durch das Hormon Cortison gesteuert werden, mit dem Ziel, den Körper auf Flucht oder Kampf vorzubereiten. Wenn diese gesteigerte Leistungsfähigkeit aber nicht sinnvoll eingesetzt werden kann, führt Stress langfristig zu gesundheitlicher Schädigung.

Obwohl die ursprünglichen, archaischen Stressoren – Kälte, Hitze, Hunger, Krankheit, Jagd und Kampf – in der modernen Gesellschaft nur noch Nebenrollen spielen, ist uns Stress scheinbar ebenso gegenwärtig wie unseren Vorfahren. Obwohl wir uns gegen Kälte und Hitze schützen können, keinen Hunger leiden müssen, über eine gute medizinische Versorgung verfügen und nicht Gefahr laufen, vom Nachbarstamm erschlagen zu werden, scheinen wir ebenso stressempfindlich.

Die heutigen Auslöser von Stress sind selten existenziell. Sie basieren vorwiegend auf zivilisatorischen Einflüssen: gesellschaftliche Veränderungen, berufliche Überforderung, soziale Verpflichtungen und Mehrfachbelastung. Die Ursachen für unser Stressempfinden scheinen also nicht im direkten Zusammenhang mit dem objektiven Grad einer Belastungssituation liegen. Sie folgen vielmehr einem tiefer liegenden Muster, das wir schwer rational erfassen können.

Wie Stress über unsere Verhältnisse lebt

Vor 100 Jahren zeichnete sich Arbeit durch lange, meist körperlich anstrengende Beschäftigungen aus. Der Arbeitstag war lang, die Freizeit gering, aber die Tätigkeiten waren weniger anspruchsvoll als heute. Ein heutiger Arbeitsplatz lässt mehr Freizeit zu, ist selten körperlich anstrengend, stellt aber weit höhere Ansprüche an das Wissen, die Flexibilität und die Eigeninitiative des Arbeitnehmers: In allen Berufen und Branchen wachsen die beruflichen Anforderungen und damit der psychische Druck.

In vielen Branchen werden zunehmend universale Kompetenzen verlangt, die sowohl den hoch spezialisierten Fachmann als auch den vielseitigen Allrounder erfordern. So muss der kreative Designer heute programmieren können und der Schlosser am Fließband hat Maschinen und Roboter zu beherrschen.

Darüber hinaus wird der Arbeitsrhythmus kaum noch von natürlichen Arbeitsabläufen bestimmt, sondern hat sich an abstrakten Zielvorgaben zu orientieren, die, weil sie oft unrealistisch sind, zu einer weitgehenden Entfremdung von der eigentlichen Arbeit führen.

Der Arbeitnehmer ist immer häufiger angehalten, den Weg zu seinen Zielvorgaben selbst zu organisieren. Das erfordert über die eigentliche Handlungskompetenz hinaus auch eine gewisse Planungskompetenz, also die Fähigkeiten sich selbst einzuschätzen, Arbeitsabläufe zu strukturieren und Arbeitsprozesse zu steuern.

Das führt dazu, dass an Menschen mit einfacher Begabung kaum noch ein wirtschaftliches Interesse besteht. Verunsicherung, Hilflosigkeit und Pessimismus sind dann der Nährboden, in dem der Dauerstress gedeihen kann. Zumal heute ein Arbeitsplatz kaum sicherer ist als vor 100 Jahren.

Angst als Ursache von Stress

Psychologisch gesehen ist Stress also ursächlich mit dem Gefühl der Angst verbunden. Wer Stress empfindet, hat Angst: Angst nicht fertig zu werden, Angst zu spät zu kommen, Angst zu verlieren, Angst abgelehnt zu werden, Angst zu versagen. Und das Wesen der Angst ist es, kaum zwischen der Tragweite von Gefahren differenzieren zu können. Sie ist grundsätzlich eine blitzartige, gewaltige Reaktion unseres Stammhirns, primitiv, bedingungslos und unreflektiert.

Wir sind deshalb ständig bemüht, mit unserem Verstand Angstreaktionen zu relativieren und zu kontrollieren. Das führt oft dazu, dass wir unsere Ängste unterdrücken oder verdrängen, bis sie uns nicht mehr bewusst sind. Viele Menschen sind regelmäßig nervös, gestresst, unkonzentriert oder zeigen andere Angstreaktionen, behaupten aber felsenfest, keine Angst zu haben. Keine gute Voraussetzung, zu lernen, mit Angst und Stress besser umzugehen.

Nun ist Angst zunächst einmal nichts Negatives. Angst ist eines der nützlichsten Gefühle das wir “Säugetiere” kennen. Denn Angst hilft uns, im Straßenverkehr zu überleben, uns vor gefährlichen Situationen zu schützen, aus Fehlern zu lernen, uns zu noch besserer Leistung anzuspornen. Angst ist ein bedeutender Motivationsfaktor.

Gefährlich wird es erst, wenn Angst und Stress zum Dauerzustand werden, wir keine Ruhe, keinen Ausgleich mehr finden. Freude, Sicherheit, Erholung, Entspannung sind notwendige Gegenpole zum Kraftschöpfen und zum Regenerieren. Kommen diese zu kurz, führt die Angst zur einer dauernden Alarmsituation, die durch zusätzliche Gefahren oder Niederlagen in Panik umschlagen und zu einem emotionalen Zusammenbruch führen kann.

Wenn unser berufliches Umfeld uns immer weniger Sicherheit gibt und unsere Existenzängste zunehmen, dann liegt der Umgang mit Stress ausschließlich in unserer persönlichen Verantwortung. Dort, wo es keine Sicherheit mehr gibt, lastet aller Druck auf der persönlichen Einstellung und den Fähigkeiten des Einzelnen.

Emotionale Intelligenz – der Weg, sich selbst zu verstehen

Letztendlich bleiben uns im Umgang mit Angst und Stress immer nur zwei Möglichkeiten: Entweder der Angst machenden Situation zu entfliehen oder die Stresssituation zu nutzen, sich selbst besser zu verstehen und daran zu wachsen.

Die erste Möglichkeit erfordert ein mutiges eigenverantwortliches Entscheiden und Handeln, das einem Arbeitnehmer, der in zahllosen Abhängigkeiten lebt, nicht immer gegeben ist. Die zweite Möglichkeit setzt eine besonders selbstkritische Einstellung voraus und ist ein Trainingsfeld der Emotionalen Intelligenz:

Zunächst muss ich in der Lage sein, meine Stressreaktionen wahrzunehmen, eine klassische Übung zur Selbstwahrnehmung, wie sie Daniel Goleman und andere Autoren zur Emotionalen Intelligenz immer wieder empfehlen.

Im zweiten Schritt habe ich zu lernen, eventuell schädliche Flucht- oder Angriffsimpulse zu kontrollieren. Eine wichtige Trainingseinheit zur Selbststeuerung und Impulskontrolle.

Erst wenn mir das gelingt, kann ich beginnen, die bestehenden Ängste zu erkennen und deren Ursachen zu hinterfragen: Warum macht mich diese Situation ängstlich oder wütend? Was fürchte ich zu verlieren? Wovor habe ich Angst?

Dieser Prozess ist nicht einfach, weil er ein hohes Maß an Selbsterkenntnis erfordert. So fällt es gewöhnlich leichter, sich diese Fragen gemeinsam mit einem/r Partner/in, Freund/in oder Coach zu stellen, weil der vertrauensvolle Austausch und das Feedback helfen, die eigene Wahrnehmung und die eigenen Gefühle objektiver zu erkennen, treffender zu beschreiben.

Erst wenn ich die mich stressende Situation auf solche Weise realisiert und rationalisiert habe, kann ich mir die entscheidenden Fragen stellen: Wie kann ich die Situation entspannen? Was soll ich aus dieser Situation lernen? Wer oder was kann mir mehr Sicherheit geben?

So kann ich aus jeder Stresssituation einen Lernprozess entwickeln: Ich stärke meine Selbstwahrnehmung und meine Selbstdisziplin im Umgang mit meinen Gefühlen. Ich unterstütze meine Lernbereitschaft, um meine Leistungen zu verbessern. Ich entwickle meine Sozialkompetenz und mein Selbstbewusstsein, indem ich mir meiner Stärken bewusst werde und die Ursachen meiner Ängste verstehen lerne.

Angst und Stress – eine Frage der Persönlichkeit

Wenn wir unsere Mitmenschen beobachten, fällt auf, dass deren Leistungsbereitschaft, deren Belastungsfähigkeit und deren Stressverhalten sehr unterschiedlich ausgeprägt sind.

Da gibt es die jähzornigen, unabhängigen Charaktere, die sofort wütend werden, wenn sie fürchten, in ihren Entscheidungen und in ihrem freien Handeln eingeschränkt zu werden. Da gibt es die belastungsfähigen, stillen Typen, die ihre Ängste ständig unterdrücken und sich damit in ihrer Lebendigkeit reduzieren. Es gibt die emotionalen Wankelmütigen, die häufig zwischen Angst und großer Begeisterung schwanken. Und wir erleben Menschen, die hypernervös, ständig auf der Flucht zu sein scheinen.

Fritz Riemann beschreibt in seiner tiefenpsychologischen Studie “Grundformen der Angst” diese vier Charaktere als frühkindliche Prägungen, die ihre Angstmuster aufgrund von Erfahrungen und Erziehung bis ins hohe Alter leben. Auch wenn solche Typisierungen die Gefahr bergen, Menschen in Schubladen zu stecken oder zu verurteilen, so sind diese Typenmodelle immer auch eine Chance, sich selbst zu erkennen und an der eigenen Persönlichkeit zu arbeiten.

Stress und Ängste sind also eine Chance zur Entwicklung, wenn ich einsehe, dass Stress nichts Böses ist, was von außen auf mich einstürzt. Stress ist nichts anderes als das völlig subjektive Gefühl der Überforderung aufgrund ganz individueller Ängste. Für diese meine Prägung kann ich nichts, aber ich trage die Verantwortung, wie ich in meinem Leben damit umgehe.

Aus eigener Erfahrung und aus meiner Arbeit mit Menschen weiß ich, dass diese Angstmuster veränderbar sind und der Mensch entwicklungsfähig ist. Jeder kann sich seiner Ursprünge bewusst werden und seine Ängste bearbeiten. Indem er andere Fassetten seines Charakters entwickelt, kann er Ängste überwinden und zu einer vielseitigen Persönlichkeit reifen.

Wie Sie in einer leitenden Position mit Stress und Belastung umgehen können, lernen Sie special in der Space Coach Academy und deren Methoden – ebenso wie mit Alexander Maria Faßbender – also mir – PERSÖNLICH. Egal ob in einem Coaching , einem Training oder auch in einem Lehrgang.

Sich SELBST coachen? Geht das? – Eine Möglichkeit

Sich SELBST coachen? Geht das? – Eine Möglichkeit

Immer wieder fragen mich Menschen: “Wieso erreiche ich meine Ziele nicht? Eigentlich habe ich doch alles getan, um genau diese, meine Ziele zu erreichen!” Ich kann sehen, wie sie dabei innerlich an einen Ort gehen, wo nicht selten Frust, Hilflosigkeit, Wut oder Enttäuschung liegen.

Nun, es gibt keine einfache Antwort auf diese Frage. Oder ich weiß sie nicht. Da die Gründe dafür meiner Erfahrung nach vielseitig und individuell sehr unterschiedlich sind, habe ich hier eine kleine Checkliste für all jene Menschen zusammengestellt, die weiterkommen wollen.

Im Coaching geht es unter anderem auch darum, bestimmte Ziele – beruflich wie privat – zu erreichen. Das können persönliche Ziele sein, oder auch materielle Ziele. Das können Ergebnisziele (WAS Sie erreichen wollen) oder Prozessziele sein (WIE Sie etwas tun und erreichen und sich selbst dabei erleben wollen). Ziele fallen auf jeden Fall immer in die Bereiche: Haben, Tun und Sein. Hier ist sie nun, die Checkliste, die Ihnen dabei hilft, Ziele zu erreichen, statt nur darüber nachzudenken.

1. Kennen Sie Ihr Ziel?
a) Haben Sie Ihr Ziel formuliert?
b) Ist es klar, deutlich und in Gegenwartsform formuliert? (hilft unserem Unbewussten ein klares Bild vom Ziel zu haben)
c) Ist es realistisch und passt das Erreichen Ihres Zieles in Ihr Lebensmodell?

2. Glauben Sie daran, dass Sie Ihr Ziel erreichen können?
a) Wirklich, glauben Sie daran Ihr Ziel erreichen zu können? Achten Sie auf die Reaktion in ihrem Körper.
Oftmals gibt es nämlich rational eine Antwort die “Ja” lautet, aber unbewusst eine Reaktion, die Widerstand enthält. Deshalb die nächste Frage…
b) Gibt es irgendwelche Einwände, die gegen das Erreichen Ihres Zieles sprechen? (z.B.: Wenn Sie glauben, Sie würden Ihre Freunde verlieren, wenn Sie jetzt beruflich erfolgreich werden, wird Ihr Unbewusstes Ihr Streben nach Erfolg in entscheidenden Momenten eventuell sabotieren.)

3. Haben Sie die richtige Strategie?
Egal wie motiviert, wie ausgerüstet und vorbereitet Sie sind, wenn Sie einen Sonnenaufgang sehen wollen und sagen: “Meine Strategie ist es Richtung Westen zu laufen!” werden Sie Ihr Ziel nie erreichen. Also fragen Sie sich jetzt, wenn 1. und 2. geklärt sind:

a) Habe ich eine Strategie, die erwiesenermaßen zu Erfolg führt? Haben andere Menschen mit dieser Strategie Erfolg oder Mißerfolg?
b) Welche Strategien, Kompetenzen und Fähigkeiten brauche ich noch, um mein Ziel zu erlangen?

4. Haben Sie ein System, dass Sie unterstützt und bestärkt?
Kleine Ziele können schnell erreicht werden. Große Ziele benötigen verschiedene Schritte.

a) Kenne ich die Schritte zum Ziel? Habe ich diese Schritte in machbare Aufgaben eingeteilt?
b) Habe ich einen Plan, der mir hilft, das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren, während ich kleine Schritte mache?
c) Welche Menschen können mich dabei unterstützen meinen Weg zu gehen? Habe ich sie schon gebeten mir zu helfen?
d) Feedback: Wie stelle ich sicher, dass ich auf dem richtigen Weg bin?

Wenn Sie alle diese Dinge positiv beantwortet haben und weiterhin spüren, dass dieses Ziel für Sie das richtige Ergebnis ist, dann legen Sie los. Seien Sie ausdauernd, vergewissern Sie sich, dass Sie die notwendige Unterstützung haben und lassen Sie sich von Hindernissen und Schwierigkeiten nicht entmutigen. Nehmen Sie aufkommende Schwierigkeiten als Beweis dafür, dass Sie tatsächlich in Bewegung sind.

Diese Checkliste kann auf jede Art von Ziel (emotional, mental, materiell, körperlich) übertragen werden.

Selbst-ENT-Faltung – Entkoppelung

Selbst-ENT-Faltung – Entkoppelung

Entkoppelung von den Eltern schafft mehr Liebe und eine glückliche Partnerschaft

Wir Menschen haben zwei große Bestrebungen: Wir wollen geliebt werden, ja geradezu verschmelzen mit anderen geliebten Menschen – in der vollkommenen Sicherheit, dass sie uns niemals verlassen. Gleichzeitig wollen wir unabhängige Individuen bleiben mit dem großen Ziel unserer Selbst-Entfaltung. Dabei konkurrieren wir mit allen anderen um Anerkennung und um einen guten Platz in der Gemeinschaft. Denn auch die anderen wollen ihre Bedürfnisse möglichst umfangreich von uns befriedigt bekommen. Immer sind wir also gleichzeitig Individuum und Teil einer Gruppe.

Für unser Überleben ist daher folgender Antagonismus notwendig:
Der Zusammenhalt der Gruppe genauso wie das Streben des Einzelnen gewährleisten den Erhalt des Lebens. Sowohl die Befriedigung unserer Bedürfnisse durch andere, ihre Zuwendung und Aufmerksamkeit, als auch das Gefühl etwas zu können, eigene Ideen zu verwirklichen, unabhängig und stark zu sein, befriedigt unser Selbstwertgefühl. Aus diesem Widerspruch von Anziehung und Konkurrenz, Sehnsucht und Abhängigkeit, Liebe und Frust, Nähe und Distanz entstehen alle unsere sozialen Konflikte in Partnerschaften, Familien oder Arbeitsgemeinschaften. Denn nur selten haben wir in unserer Kindheit das richtige Gleichgewicht zwischen Narzissmus und Altruismus gelernt. Da in jeder Gemeinschaft, jeder Beziehung der Konflikt zwischen den eigenen Sehnsüchten und denen des Partners neu verhandelt wird, hat man auch in jeder Beziehung die Möglichkeit zu reifen. Doch besonders Liebesbeziehungen sind ein Katalysator bei der Persönlichkeitsentwicklung. Darum behindert uns nichts so sehr, wie eine destruktive Partnerschaft. Sicher ist nur eines: Wir suchen uns immer einen Partner auf dem gleichen Reifestand. Und: Beide Partner können sich nur zusammen entwickeln.

Schreien & Weinen hilft immer!
Woher kommt das alles? Gehen wir einmal alle zurück zu dem Zeitpunkt vor unserer Geburt: wir waren geschützt, sicher, es mangelte uns an nichts. Doch irgendwann müssen wir aus dieser Sicherheit heraus und ins Leben eintreten. Als Säuglinge schreien und weinen wir, wenn wir etwas nicht bekommen oder nicht verstehen, weil wir es noch nicht können. Wir schreien und weinen uns die sprichwörtliche Seele aus dem Leib. Die ausschließliche Wahrnehmung der eigenen Bedürfnisse und ihre totale Befriedigung erfährt eine erste Sozialisierung: Wir lernen, dass es da ein Gegenüber gibt, von dem wir abhängig sind, mit dem wir Kontakt aufnehmen müssen, um das zu bekommen was wir wollen.

Wechselbad von Nähe und Eigenständigkeit
Wir lernen hier also schon sehr früh, dass wir etwas bekommen wollen, was andere uns geben können ohne wirklich zu wissen ob wir das anderen überhaupt benötigen. Es gibt also – nach der ersten Phase der totalen Verschmelzung und umfassenden Bedürfnisbefriedigung – plötzlich etwas wie ein „Ich-Selbst“ und ein „Du“. Je mehr das Ich-Selbst heran wächst, etwas „eigenes“ wird, sich seinen „eigenen Raum“ nimmt und verteidigt, laufen lernt, die Welt entdeckt und selbstständig wird, um so mehr trennt es sich von dem anderen.

Es braucht sie aber immer noch (lebensnotwendig) und behält deshalb zu ihr weiterhin eine sehr starke emotionale Bindung. So schleichen sich die Gegenpole von Verschmelzung und Unabhängigkeit, Bindung und Selbst-Ständigkeit in unser Leben. Die Art und Weise, wie diese Abtrennung vom Mutterleib bzw. den Eltern verläuft – und es gibt unendlich viele kleine und große Konflikte in ihrem Verlauf – bestimmt den Rest unseres Lebens und unsern Umgang mit Nähe und Eigenständigkeit.

Wer Angst lernt, lernt nicht automatisch mit der Angst zu leben
Ein Kind braucht neben seinem eigenen Willen und seiner Entdeckerlust das Gefühl der Akzeptanz und des „Zurückkommenkönnens“. Je früher hierbei angstintensive Erfahrungen stattfinden, umso weniger kann diese Angst verarbeitet werden und umso größer sind die schädlichen Spuren, die sie in der Psyche hinterlässt.
Kinder können nicht weg, sie können ihre Eltern nicht verlassen, denn sie brauchen sie zum Überleben. Deshalb lieben Kinder ihre Eltern, egal wie schlecht sich diese verhalten und egal wie frustriert die Kinder trotz all ihrer Liebe dadurch sind. Wenn die Eltern die naturgegebene Abhängigkeit ihres Kindes missbrauchen, um ihr eigens schwaches Selbstwertgefühl zu stärken, wird dem Kind eine kompensierende Rolle zugewiesen, es wird nicht als eigenständiger Mensch wahrgenommen, der seinen Weg ins Leben finden soll. Was ich fühle, was ich bin, ist nicht gut und darf nicht (so) sein“ Wenn die Eltern an ihrem Kind Machtansprüche und Aggressionen ausleben oder ihm vermitteln, das es ihnen etwas weg nimmt, ihr Leben unangenehm einschränkt, hinterlässt das viel Frust und gravierende Störungen im Selbstwertgefühl und in der Persönlichkeitsentwicklung des Kindes. Das Gefühl „was ich fühle, was ich bin, ist nicht gut und darf nicht (so) sein“ wird zur Grundlage der Selbstwahrnehmung und führt automatisch dazu, diesen „Mangel“ auszugleichen. Im Idealfall entwickeln wir unsere Selbst-Ständigkeit mit Urvertrauen und starten mit einer unterstützenden Liebe in die zu erobernde Welt. Unsere Gefühle müssen unseren Eltern eine liebevolle Beachtung wert sein, damit unser Selbst Realität werden kann: Die Reaktion der Eltern auf ihr Kind manifestiert sich in seinem Selbstbild. Verhalten sich Mutter und Vater nicht liebevoll, ohne „Glanz in den Augen“, uninteressiert, aggressiv, schuldzuweisend oder überängstlich und klammernd, kann das Kind kein gesundes Selbstbild entwickeln.

Angst und Verlust vor der Liebe
Es entsteht Angst vor dem Verlust der Liebe und der schützenden Zuwendung oder Angst vor den Gefahren der Eigenständigkeit. Diese Angst erzeugt die Probleme in jeder weiteren Liebesbeziehung des beginnenden Lebens: Ein unsicher gebundenes Kind lernt nicht mit Unterstützung seiner Bezugspersonen seine Gefühle zu regulieren. Das nämlich lernen Kindern und auch Erwachsene erst durch Erleben, durch einfaches, unbeschwertes kennenlernen. Durch den ständigen Frust kommt es zu keiner gesunden Frustrationstoleranz und Enttäuschungen können immer schlechter verkraftet werden: Das Kind ist von den ständigen Gefühlskonflikten überfordert, sein kindlicher Narzissmus kann nicht zu einem gesunden sozialen Verhalten heranreifen. Es wird übermäßig aggressiv, egoman oder völlig eingeschüchtert. Kinder leiden nicht nur, wenn sie geschlagen und misshandelt werden. Viel häufiger findet eine viel subtilere, eine ganz leise und permanente Abwertung der eigenen Rechte statt.

Als Kinder versuchen wir dieser Ohnmacht zu entgehen und entwickeln Verhaltensweisen, von denen wir (in unserer Naivität) annehmen, sie hätten einen positiven Einfluss auf unser Ansehen in der Familie, auf die herrschenden Probleme und somit auf unser eigenes Wohl. Diese Verhaltensmuster nehmen wir später mit hinaus in die Welt. Es sind Strategien, die uns im Umfeld unserer Kindheit einen Vorteil gebracht haben, aber in der Realität doch nur unreife Lösungsversuche waren, um mit den belastenden Ambivalenzen unserer Gefühle umzugehen. Verläuft der Individuierungsprozess nicht wohlwollend, wird Liebe und Bindung mit starken negativen Gefühlen vergemischt und es fehlt uns später die Fähigkeit zwischen unseren Bindungsbedürfnissen und unserer Eigenständigkeit abzuwägen. Das hat schwerwiegende Folgen für unser Leben und alle unsere Beziehungen. Jeder, der uns zu nahe kommt, bedroht unsere Autonomie und jeder der uns zurückweist, treibt uns in die Angst vor dem Verlust der lebensnotwendigen Liebe, die gleichzeitig wieder die Angst vor Abhängigkeit und mangelnder Eigenständigkeit birgt.

Umgekehrt kann eine sichere, liebevolle Bindung an die Eltern selbst gegen ungünstige Erbanlagen Widerstandskraft verleihen. Und je mehr wir gesunde Sicherheit im Zusammenhang mit sich entwickelnder Selbstständigkeit erfahren umso stärker ist das Gefühl der „Selbst-Richtigkeit“, das sich daraus entwickelt. Während des Prozesses der „Selbst-Werdung“ und Abtrennung orientieren wir uns nicht nur an unseren Eltern: Wir internalisieren sie, nehmen sie als unsere Vorbilder in unser Selbstbild auf, zeichnen aus ihren Werten unser Selbstverständnis und unsere Weltsicht. So schaffen wir es – mit ihnen in uns – uns von ihnen nach und nach abzutrennen. Wir integrieren unsere Eltern in unsere sich entwickelnde Persönlichkeit – und wundern uns dann später darüber, dass wir ihnen so ähnlich geworden sind.

Hauptsache SCHULDIG

Hauptsache SCHULDIG

Hauptsache Schuldig – über den Krieg und andere Unwegsamkeiten

Ich habe lange überlegt etwas dazu zu sagen oder gar eine Stellung zu beziehen – aber irgendwann ist einfach Schluss. Seit dem Absturz der Maschine in der Ukraine – reden alle darüber – wer ist eigentlich Schuld an dem Absturz?

Ich bin beeindruckt – wir reden hier über Schuld? Was haben die toten Passagiere davon? Die Angehörigen?

Da schiebt es einer auf den Anderen. Super und kommen wir damit weiter? Sichtbar anscheinend NICHT!
Also was bringt es bitte um über Schuld zu reden. Nehmen wir doch einmal an #Russland wäre SCHULD – geht es dann den Menschen in der Ukraine oder dem Westen besser? Werden Tote Menschen dadurch wieder lebendig? NEIN und nochmals NEIN. Und umgekehrt wohl auch nicht – wenn die Ukraine die Maschine abgeschossen hätte.

Und was ist mit #Israel und #Palästina – habt ihr beiden den Knall noch nicht gehört. Da schieben sich zwei Seiten seit Jahrzehnten den Ball zu und sagen der ist Schuld und der ist Schuld – und der hat das gemacht und der hat jenes gemacht. Und sterben deshalb weniger Menschen? NEIN – im Gegenteil. Und ich meine ganz klar beide Seiten müssen sich gleichermassen an die Nase fassen.

675960_web_R_B_by_Hohenester_pixelio.deEs geht nirgendwo um Schuld. Wer Schuld hat ist vollkommen egal! Es geht um Verantwortung – nicht um Rache oder Vergeltung. Es geht um das Leben selbst und um Verantwortung für das Leben und ein friedvolles Miteinander. Und an diese Nase müssen sich beide Parteien fassen und die Menschen die dahinter stehen – die das zu verantworten haben.

Wer besitzt soviel Verantwortung und Weitsicht, dass es endlich Aussicht auf Leben gibt – und das auf beiden Seiten. Nur das zählt – eine Seite alleine kann das gar nicht bewerkstelligen.Wer redet muss auch Taten folgen lassen. Nur wer redet kann auch ins Gespräch kommen.

Befindlichkeiten mag es auf beiden Seiten , aus unterschiedlichen Gründen geben – aber ist es ein Grund deshalb im Auftrag einer Regierung – einer religiösen Ansicht – eines Landes – Menschen zu ermorden. Aus meiner Sicht nicht.
Und wenn mir jetzt einer kommt und sagt: Aber der hat angefangen! Dann muss ich ganz ehrlich sagen – solche Politiker oder Würdenträger gehören zurück in den Kindergarten und brauchen neue Lehrer/Mentoren was auch immer.

#Verantwortung ist für mich das Zauberwort. Verantwortung für das Leben – für Andere – für die Menschheit – für ein friedliches Miteinander – dafür das ich Alt werden darf – dafür, dass ich friedlich durch einen Park gehen darf – dafür dass ich an einem Strand liegen kann und Urlaub machen darf – und ganz viele mehr noch.

Ich weiß nicht – wer das alles lesen wird oder auch nicht – wer das teilen wird oder auch nicht – und es gibt bestimmt schon ähnliche Texte – die vielleicht sich darüber Gedanken gemacht haben – ich habe noch keinen so gefunden. Es würde mich freuen wenn das hier viele lesen und auch weiterleiten – vielleicht sogar an die Stellen die es zu verantworten haben – und somit lesen und es vielleicht auch wirkt.

#AlexanderGeerst hat einen schönen Satz vor kurzen gesagt: Wenn jeder nur einmal in seinem Leben die Erde von oben gesehen hat – wie zerbrechlich diese Welt sein kann – wie einzigartig – der wird , der muss aufhören Kriege anzuzetteln oder Menschen zu ermorden.(Freie Übersetzung und Ergänzung)

Hört endlich auf mit der Zuweisung von #Schuld und fangt endlich damit an – nach Lösungen zu suchen. Hört auf damit euch in Befindlichkeiten zu denken, vor allen Dingen – stellt die EIGENEN Befindlichkeiten endlich ab und hört auf damit zu glauben ihr sprecht im Namen aller Menschen – oder eures Volkes.

 

Denn tatsächlich lassen Menschen ihr Leben für eure Befindlichkeiten – nicht ihr die ihr Entscheidungen trefft – steht an der vordersten Front – sondern andere Menschen mit denen ihr leider keine emotionalen Berührungspunkte habt. Diese Menschen glauben an Euch – daher gehen Sie in den Tod. Nur für was? Für was sterben diese Menschen? Für was sterben unschuldige Menschen?

Es muss endlich ein Ende nehmen – es muss eine Zukunft geben. Es gibt für alles eine Lösung – wenn alle Seiten es wollen und wenn alle Seiten sich einmal zusammensetzen und wirklich miteinander reden – und alles ausgekotzt wird – was die Seele belastet. Denn genau darum geht es doch – immer wieder geht es doch darum : Sie können nicht verstehen, wie das ist ……..die anderen immer nur die ANDEREN.

#Ukraine ,#Russland, #Israel, #Palästina ,und ganz viele andere Krisenherde auch noch … ganz egal – hört endlich auf und setzt EUCH an einen Tisch oder was auch immer – tragt endlich #Verantwortung für das Leben der Menschen , eures Volkes.

Das ist mein persönlicher Appell an die Entscheider und meine ganz persönliche Meinung und JA da steckt ganz viel von meinem Beruf drin und NEIN ich will damit niemanden gefallen – sondern einfach meine Meinung KUND tun.

#Alexandermariafassbender ,#coach#coaching ,#wahrnehmung